CSU kämpft mit neuem Konzept für bayerische Bundeswehr-Standorte

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Uniform eines Bundeswehr-Soldaten.

München - Die CSU verweist im Ringen um den Erhalt von Bundeswehrstandorten auf die Standortvorteile Bayerns, um möglichst viele Posten im Freistaat zu erhalten.

In einem Konzept, das die Abgeordneten der Landtagsfraktion kommende Woche bei ihrer Klausurtagung in Kloster Banz beschließen sollen und das dem "Münchner Merkur" in Auszügen vorliegt, heißt es: "Bayern bietet der Bundeswehr beste Rahmenbedingungen für eine weiterhin enge Verankerung in der Gesellschaft, für die Rekrutierung von Personal, für eine lebendige Bündnisstruktur der NATO und für eine innovative Ausrüstung." Als Vorteil des Freistaats nennen die Christsozialen unter anderem die gute Arbeitsmarktlage. "Den Soldatinnen und Soldaten bietet Bayern nach dem Ausscheiden aus der Bundeswehr ein großes Angabot an attraktiven Arbeitsplätzen, z. B. bei den zahlreichen wehrtechnischen Unternehmen. Auch für die Lebenspartner bietet Bayern ein breites Spektrum an Arbeitsplätzen", heißt es in dem Papier. Gerade für eine Freiwilligenarmee sei es entscheidend, gutes Personal zu rekrutieren, argumentieren die Christsozialen. "Ein wichtiger Aspekt für die Berufswahl ist die Lage und Attraktivität der Arbeitsstätte."

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Zudem will die CSU "Bayern als Bundeswehr-Land" weiterentwickeln. Unter anderem soll der Freistaat zusammen mit der Bundesagentur für Arbeit direkt an den Standorten besondere Beratungsangebote schaffen, um Soldaten nach ihrer Bundeswehrzeit beim Wechsel ins zivile Berufsleben zu unterstützen. Landkreise sollen Empfänge für die Soldaten ausrichten, die von Auslandseinsätzen zurückkehren, Gemeinden sollen die Bundeswehr in ihre Jugendarbeit einbeziehen, sicherheitsrelevante Behörden sollen ihr beim Tag der offenen Tür die Möglichkeit geben, sich zu präsentieren und in Schulen soll für die Bundeswehr geworben werden. Zudem soll die Wehrtechnik, ohnehin bereits „Hort innovativen Know-Hows“, weiter gestärkt werden.

Das Papier, das maßgeblich vom Landtags-Wehrexperten Johannes Hintersberger und dem Bundestagsabgeordneten Florian Hahn (beide CSU) erarbeitet wurde, ist laut CSU-Fraktionschef Georg Schmid, „das erste umfassende Konzept eines Bundeslands für die Bundeswehr.“ Die CSU-Fraktion will ihr Konzept auch mit Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) diskutieren, der am Dienstag zur Klausurtagung nach Banz kommt.

mm

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