Konzern hält aber an Vertraulichkeit fest

Kalivertrag: Kopie laut K+S echt

Kassel/Erfurt. In der Debatte um den lange geheimen Vertrag zur Fusion der Kaligruben Ost und West nach der Wende hat der Kasseler K+S-Konzern eine Front für die Thüringer Politik begradigt.

Eine Kopie, die erst in Teilen und dann in voller Länge von 62 Seiten ins Internet gelangt war, stimme mit dem Original überein, bestätigte K+S am Freitag. Die Mitteilung war mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) abgestimmt. Sie ist eine Nachfolgerin der Treuhand, mit der Kali und Salz aus Kassel sowie Mitteldeutsche Kali (MdK) 1993 die Kalifusion geregelt hatten. Auf die damals vereinbarte Vertraulichkeit, so K+S weiter, werde mit der Bestätigung der Echtheit des Papiers aber nicht verzichtet.

Die Thüringer Debatte wogt seit Wochen um die Frage, ob und wie ostdeutsche Gruben und Kalikumpel im Vertrag nach der Wende übervorteilt wurden, welche Altlastenkosten bislang unerkannt der öffentlichen Hand angelastet wurden. Thüringens SPD - mit der CDU in der Regierungsmehrheit - will Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) dazu vor den Umweltausschuss des Landtags laden. Dass dort dann über den echten Vertrag diskutiert wird, ist nun amtlich.

Lieberknecht forderte K+S und BImA am Freitag postwendend auf, nun auch die geheimen Anlagen zum Kalivertrag zur Verfügung zu stellen.

Kalifusionsvertrag: http://zu.hna.de/kalivertrag

Von Wolfgang Riek

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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