Kraftfahrtbundesamt

Diese Diesel-Autos müssen jetzt überprüft werden

Auf Anordnung von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hat das Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg (KBA) die Abgaswerte bei 53 Dieselmodellen nachgemessen. In fast der Hälfte der Fälle entdeckten die Prüfer aus Flensburg Ungereimtheiten.

Sie wurden getestet

Dieselfahrzeuge von VW, Audi, Mercedes, BMW, Ford, Fiat, Mazda, Renault, Suzuki und Hyundai: Das Kraftfahrtbundesamt hatte die meisten gängigen Automarken auf dem Kieker. Für den Test wurden Gebrauchtwagen gekauft. Im Fokus stand jeweils der Ausstoß des gesundheitsschädlichen Stickoxids (NOx).

Das kam heraus

Der Untersuchungsbericht unterscheidet drei Gruppen:

Die Unauffälligen: In der ersten landeten Fahrzeuge mit zulässigen Werten und solche, bei denen die Hersteller erhöhte Stickoxid-Werte plausibel erklären konnten – insgesamt 27 Modelle. Mit dabei: Der Audi A3  (2,0 Liter) und der A6 mit dem gleichen Motor, BMW 320, Mercedes C220 Bluetec und der Peugeot 308 SW.

Die Fragwürdigen: Bei 22 Modellen von 16 Marken ließen sich auffällig erhöhte NOx-Werte zunächst nicht technisch plausibel erklären. Die Prüfer stellten fest, dass hier das sogenannte Thermofenster auf fragwürdige Weise ausgedehnt wurde: Dabei werden bei niedrigen Außentemperaturen die Abgasreinigung zurückgefahren, weil sonst ein Motorschaden droht. In diese Gruppe fallen etwa die Gulietta mit Zwei-Liter-Motor von Alfa Romeo, der Fiat Ducato und der Porsche Macan.

Die Manipulierten: In diese Gruppe fallen nur VW-Fahrzeuge mit der Schummel-Software und Dieselmotoren der Generation EA 189: Der Beetle und der Passat mit Zwei-Liter-Motor, der Golf Plus mit der 1,6-Liter-Maschine sowie der Polo mit 1,2-Liter-Motor.

Die Rückrufe

Daimler und VW haben bereits reagiert. Die Stuttgarter rufen 247 000 Mercedes-Fahrzeuge der A-, B-, CLA- und GLA-Klasse sowie V-Modelle zurück. Opel bestellt 90 000 Autos vom Typ Insignia, Zafira und Cascada in die Werkstatt, Porsche 33 000 Macans. VW Nutzfahrzeuge ruft 194 000 Crafter und Amaroks zurück, Bei der Tochter Audi geht es um 65 700 Autos der Modelle Q5, A6 und A8 mit manuellem Schaltgetriebe. (afp/wll)

Zum Bericht der Kommission

Rubriklistenbild: © dpa

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