Sozialdemokratin aus Kassel hat sehr gute Chancen auf Einzug ins Europa-Parlament

Sie kann auf ein Mandat hoffen: Martina Werner (SPD)

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Lokal- und Europapolitik verbinden: Das will Martina Werner (52) schaffen. Die Sozialdemokratin steht mit einem aussichtsreichen Listenplatz zur Wahl.

Kassel / Niestetal. In der nordhessischen SPD ist Martina Werner (52) schon lange eine feste Größe. Die Vize-Bezirksvorsitzende an der Seite von Manfred Schaub bemüht sich derzeit darum, in einem größeren Kreis bekannter zu werden.

Schließlich hat sie beste Aussichten, am kommenden Sonntag als Nachfolgerin von Barbara Weiler (SPD) ins Europaparlament gewählt zu werden. Und ab dann dürfte sie wohl bald viel Zeit in Brüssel, Straßburg und andernorts verbringen.

Die zierliche Frau aus Kassel, die 1982 an der Herderschule ihr Abitur machte, Hotelkauffrau lernte und dann an der Kasseler Uni zur Diplom-Ökonomin wurde, lebt heute im nordhessischen Niestetal und arbeitet beim Landkreis Kassel. Politisch groß geworden in der Kommunalpolitik, will Martina Werner erreichen, „dass Europa in Gestalt meiner Person vor Ort ein Gesicht bekommt“, wie sie in einem Interview unserer Zeitung sagte. Dazu will sie ihr Kasseler Wahlkreisbüro verstärken - und in der Heimat sichtbarer bleiben, als dies ihrer Vorgängerin gelang.

www.martina-werner.de

„Meine Perspektiven sind gut“, untertreibt die verheiratete Martina Werner, deren parlamentarische Erfahrung sich bislang freilich auf die Gemeindevertretung ihrer Heimatgemeinde Niestetal beschränkt. Ihren Sitz dort will sie behalten - ein wichtiges Element in der erhofften besseren Vermittlung zwischen Nordhessen und Brüssel.

„Die Distanz der Bürger zur EU nimmt leider zu, während der Einfluss der Gemeinschaft auf die Bürger gleichzeitig immer größer wird.“ Das sagte Martina Werner im Gespräch mit unserer Zeitung. Aber hier liege ein Pulverfass. Werner: „Da muss man gegensteuern. Ich werde mich auch stärker mit wichtigen Institutionen in der Region vernetzen.“ Als Beispiele nennt sie die Wirtschaftsförderung in Nordhessen und das Regionalmanagement.

23 der 99 deutschen Mandate errang die SPD bei der Europawahl 2009. Das galt als schlechtes Ergebnis. Martina Werners Platz 16 auf der Kandidatenliste dürfte Sonntag für ein Ticket nach Brüssel reichen.

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