Kommentar zu Steinbrücks Stinkefinger

Kommentar zu Steinbrücks Stinkefinger: "Ein Bild, das hängen bleibt"

Kanzlerkandidat Peer Steinbrück (SPD) zeigt auf dem Titelbild des aktuellen Magazins der Süddeutschen Zeitung den Stinkefinger. Dazu ein Kommentar von HNA-Politikredakteur Tibor Pézsa.

Nein, diese Geste wird Peer Steinbrück nicht zum Vorteil ausschlagen. Der Stinkefinger, der einst Stefan Effenberg den Ausschluss aus der Nationalmannschaft und die vorzeitige Heimreise einbrachte, dürfte beim Kanzlerkandidaten einen ähnlichen Effekt zeitigen.

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Steinbrück hätte besser auf seinen Sprecher hören sollen. Er hätte weniger darauf vertrauen sollen, dass die Leser des Magazins der Süddeutschen gewöhnt sind an feine Ironie. Er hätte besser bedenken sollen, dass Bilder immer stärker wirken als Erklärungen. 

Dieses Foto sehen jetzt alle Deutschen. Und die sehen eine äußerst zweifelhafte Geste in ihre Richtung. Wieder einmal, so sieht es aus, hat Steinbrück seine persönliche Befindlichkeit höher bewertet als das Gebot der Vernunft, seine wahren Gefühle besser nur zuhause zu zeigen. 

Wieder einmal hat er Zweifel daran geweckt, ob er den Belastungen des angestrebten Amtes gewachsen ist. Würde er auch als Kanzler so aus der Rolle fallen? Würde er auch dann nicht auf seine Berater hören?

tpa@hna.de

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