Karachi: Über 75 Opfer nach Ausschreitungen

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Frauen trösten eine Mutter, deren Sohn bei den Ausschreitungen in Karachi getötet wurde.

Islamabad - Vier Tage andauernde Ausschreitungen haben in der südpakistanischen Hafenstadt Karachi bis Samstag mehr als 75 Menschen das Leben gekostet.

Das teilte die Polizei mit. Auslöser für die gewaltsamen Zusammenstöße war der Mord an einem Politiker. Unbekannte hatten am Mittwoch den früheren Abgeordneten Ahmed Karimdad von der Volkspartei PPP erschossen. Zwar bekannte sich niemand zu der Tat, verdächtigt wurden aber Anhänger der mit der PPP rivalisierenden Partei Muttahida Qaumi Movement MQM. Die PPP führt die Regierung in der Hauptstadt Islamabad ebenso wie in der Provinz Sindh.

Gewalt zwischen rivalisierenden ethnischen Gruppierungen hat in Karachi, der Hauptstadt der Provinz Sindh, seit Jahresbeginn fast 1440 Menschen das Leben gekostet. Geschäftsleute in Karachi verlangen mittlerweile ein Eingreifen der Armee, um die Gewalt unter Kontrolle zu bekommen. PPP und MQM verhandelten über eine Rückkehr der MQM in die Koalition in Islamabad, als Karimdad erschossen wurde.

Auf regionaler Ebene repräsentiert die PPP vor allem ethnische Angehörige der Sindhis und der Balochen aus der Nachbarprovinz Balochistan. Die MQM vertritt in Karachi die Urdu-sprachige Minderheit, die nach der Gründung Pakistans 1947 von Indien zugewandert war.

dpa

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