1. Startseite
  2. Politik

Lauterbach und Gates posieren für Foto – und gehen viral: Gefahr für Telegram?

Erstellt:

Von: Max Schäfer

Kommentare

Karl Lauterbach berät bei der Münchner Sicherheitskonferenz über Corona und den Umgang mit zukünftigen Pandemien. Ein Foto eines Treffens bekommt viel Aufmerksamkeit.

München – In der Corona-Pandemie zeichnet sich trotz hoher Inzidenzen eine langsame Entspannung ab. Zwar müsse man wachsam bleiben, dennoch sei der Höhepunkt der Omikron-Welle erreicht, verkündete unter anderem Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). Dennoch war Corona sowie der Umgang mit möglichen künftigen Pandemien Thema bei der Münchner Sicherheitskonferenz.

In München traf sich der Gesundheitsminister unter anderem mit WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus sowie mit Mike Ryan, dem Krisenmanager der WHO in der Pandemie. Auf Twitter dokumentierte Lauterbach das Treffen mit einem gemeinsamen Foto. Die WHO habe in der Pandemie eine enorme Leistung gezeigt, erklärte Lauterbach dazu.

Karl Lauterbach kommuniziert viel über Twitter. Dort sorgt ein Foto mit Bill Gates für Lacher.
Karl Lauterbach kommuniziert viel über Twitter. Dort sorgt ein Foto mit Bill Gates für Lacher. (Archivfoto) © Frank Ossenbrink/Imago

Karl Lauterbach und Bill Gates gehen viral – mit einem einfachen Foto

Vergleichsweise fand der Tweet zum Treffen mit den WHO-Fachleuten jedoch wenig Beachtung. Ein weiteres Foto des Gesundheitsministers auf Twitter ging dagegen viral: Karl Lauterbach traf sich auf der Münchner Sicherheitskonferenz auch mit Bill Gates. Lauterbach sprach dabei nach eigenen Angaben über Impfstoffe und den möglichen Umgang mit weiteren Pandemien.

„Mit ⁦Bill Gates⁩ auf der Münchener Sicherheitskonferenz über Impfstoffe für ärmere Länder gesprochen“, erklärte Karl Lauterbach in seinem Tweet vom Samstag (19.02.2022). „Der Schwerpunkt muss meines Erachtens in Zukunft darin liegen, Pandemien zu verhindern. Dann braucht man auch keine Impfstoffe für Milliarden Menschen.“ Der Inhalt fand jedoch kaum Beachtung.

Foto von Lauterbach und Gates: User lachen über Verschwörungsideologen

Alleine die Tatsache des Treffens zwischen Lauterbach und Gates sorgte für mehr Aufmerksamkeit, schließlich sind beide immer wieder Gegenstand von Verschwörungsmythen und ziehen den Hass von Impfgegnerinnen und Impfgegnern, Corona-Leugnerinnen und Leugnern sowie sonstigen Verschwörungsideologen, die glauben, die Pandemie sei Anlass zur Errichtung einer Diktatur, auf sich. So wird Bill Gates unter anderem vorgeworfen, die WHO zu steuern, Menschen durch Impfungen Mikrochips einzupflanzen oder gleich einen Teil der Weltbevölkerung töten zu wollen.

Zahlreiche Twitter-Nutzerinnen und Nutzer prognostizierten daher eine Reaktion aus genannten Kreisen. „Verschwörungsfans müssen ganz stark sein“, heißt es in einer Antwort auf Lauterbachs Tweet. Andere User sorgten sich um die Server von Telegram, der bei Verschwörungsideologen beliebten Plattform. Die „Telegram-Server werden unter zu viel Hass zusammenrechen.“ Eine Nutzerin ging dagegen eher davon aus, dass die Verschwörungsgläubigen selbst Schaden nehmen: „Querdenkerexplosion in 3 .. 2 ... 1“.

Foto mit Karl Lauterbach: Bill Gates zeigt sich verwundert über Verschwörungserzählungen

Jan Böhmermann nahm als Reaktion auf das Foto von Karl Lauterbach mit Bill Gates ebenfalls die Erzählungen von einer großen gemeinsamen Verschwörung aufs Korn. „Christian Drosten hat gerade diesen Schnappschuss, den er wohl eben in München gemacht hat, in unsere ‚Psst!‘-Gruppe bei Whatsapp gepostet“, witzelte der Satiriker.

Bill Gates selbst zeigt sich verwundert über die Verschwörungserzählungen, die um seine Person kursieren, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Falschinformationen seien von so großer Absurdität, dass man fast darüber lachen müsse. Ein großer Teil der Nutzerinnen und Nutzer auf Twitter wählt zumindest diesen Weg.

Nicht nur Karl Lauterbach sorgt in den sozialen Medien für Lacher. Eine weitere Twitter-Nutzerin erheiterte mit einem humorvollen Corona-Vergleich das Netz. (ms)

Auch interessant

Kommentare