Pandemie

Karl Lauterbach rechnet mit vielen Corona-Infektionen: „Der Herbst wird noch einmal schwierig“

SPD-Politiker Karl Lauterbach rechnet im Herbst mit vielen Corona-Infektionen in Deutschland: Zum Winter hin dürfte es dann besser werden.

Kassel – Können wir schon bald aufatmen? SPD-Politiker Karl Lauterbach hofft, dass die Pandemie im Frühjahr 2022 weitestgehend überstanden ist. „Der Herbst wird noch einmal schwierig werden“, erklärte er der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Köln.

Dass das Coronavirus allerdings langfristig bleiben wird, haben bereits einige Experten prognostiziert. Darunter auch Frank Ulrich Montgomery, Präsident des Weltärztebundes: „Wir werden Corona nie wieder los. Wir werden in bestimmten Situationen immer Masken tragen müssen, Hände waschen müssen, Abstand halten.“ Die Zahl der Corona-Fälle soll Lauterbach zufolge im Herbst also noch einmal ansteigen. Im Winter könne es sich dann aber bessern – vor allem, wenn die Zahl der Ungeimpften abnimmt, sagte der Politiker.

Karl Lauterbach
Geburtstag, -ort21. Februar 1963 in Düren
Parteimitglied beiSPD
Karl Lauterbach rechnet im Herbst mit steigenden Corona-Fallzahlen. (Archivbild)

Karl Lauterbach zur Corona-Lage: „Pandemie im Frühjahr weitgehend überstanden“

Zugleich rechnet der 58-Jährige damit, dass vor allem nach der Bundestagswahl 2021 überwiegend die 2G-Regel in Deutschland eingeführt wird. Diese besagt, dass zu bestimmten Bereichen, etwa Innenräume der Gastronomie, nur Genesene und Geimpfte zugelassen sind. Ein negativer Corona-Test reicht dann nicht mehr aus. Ab Oktober 2021 soll ein Corona-Test ohnehin für die meisten Menschen kostenpflichtig werden.

„Das wird viele dazu bewegen, sich impfen zu lassen“, sagte Lauterbach. „Wenn es keine neuen Mutationen gibt“, könne die Pandemie im Frühjahr dann weitgehend überstanden sein.

Corona-Fallzahlen in Deutschland: Inzidenz steigt erneut

Die Corona-Fallzahlen in Deutschland steigen weiter. Die bundesweite Inzidenz liegt derzeit bei 81,9 (Stand: 13.09.2021). Am Vortag hatte der Wert noch bei 80,2 gelegen.

Hamburg ermöglichte Ende August als erstes Bundesland die 2G-Regel. Veranstaltende und Gastronomie-Betreibende können damit selbst entscheiden, ob sie nur Geimpfte und Genesene einlassen oder weiterhin das 3G-Modell (geimpft, genesen, getestet) nutzen wollen. (kas)

Rubriklistenbild: © Horst Galuschka/imago

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