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Karl Lauterbach: Familie, Studium und Titel ‒ Das ist der SPD-Politiker

SPD-Abgeordneter und Gesundheitsexperte Karl Lauterbach während eines Interviews.
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SPD-Abgeordneter und Gesundheitsexperte Karl Lauterbach während eines Interviews.

Karl Lauterbach absolvierte verschiedene Studiengänge und erlangte wissenschaftliche Titel. Nun äußert er sich über Twitter regelmäßig zum Corona-Geschehen.

Kassel - Karl Lauterbach ist ein deutscher Politiker, Mediziner und Gesundheitsökonom. Seit 2001 ist er Mitglied der SPD und seit 2005 Abgeordneter im Deutschen Bundestag. Während der Corona-Pandemie meldet sich der Politiker regelmäßig über Twitter zu Wort. Oft kommentiert oder kritisiert er das aktuelle Corona-Geschehen.

Mit dem Schauspieler Heiner Lauterbach ist er, trotz des gleichen Nachnamens nicht verwandt. Karl Lauterbach wurde am 21. Februar 1963 in Düren (Nordrhein-Westfalen) geboren. Er wuchs in Oberzier auf. Er selbst sagt über sich, „Ich stamme aus einer Arbeiterfamilie.“

Karl Lauterbach: Studium und Promotion der Medizin

Nach dem Abitur absolvierte er verschiedene Studiengänge und erlangte wissenschaftliche Titel. Sein voller Name mit allen Titeln lautet Prof. Dr. med. Dr. sc. Karl Wilhelm Lauterbach. Diese erlangte er von 1982 bis 1995. Ab 1982 studierte er Humanmedizin an der RWTH Aachen und an der University of Texas at San Antonio (USA).

Im Jahr 1991 promovierte er zum Dr. med.. Zudem studierte er von 1989 bis 1992 an der Harvard School of Public Health, wo er 1990 einen Master of Public Health (MPH) mit Schwerpunkten Epidemiologie und Health Policy and Management erlangte und 1992 einen Master of Science in Health Policy and Management. 

Karl Lauterbach: Arzt-Approbation in Deutschland und Tätigkeit als Professor

Gefördert von der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung, erlangte er an der Harvard Medical School 1995 den Abschluss Scientiæ Doctor (Sc.D.). 2010 erhielt Lauterbach zudem die Approbation als Arzt in Deutschland, da er diese nach dem Abschluss seines Medizinstudiums zunächst nicht beantragt hatte.

1996 bis 1997 hatte er eine Professur im damals neugegründeten Institut für Gesundheitsökonomie, Medizin und Gesellschaft (IGMG) an der Universität zu Köln inne. 1998 wurde Karl Lauterbach dann Direktor des neu gegründeten Instituts für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie (IGKE) an der Universität zu Köln und nahm zudem eine Professur an. Lauterbach hat in diesen Jahren eine ganze Reihe von wissenschaftlichen Aufsätzen und Büchern veröffentlicht.

Karl Lauterbach: SPD-Mitglied seit 2001, davor war er Mitglied der CDU

Aufgrund seines Bundestagsmandats ist er dort aktuell beurlaubt. Bis zur Wahl in den Bundestag im September 2005 war Lauterbach außerdem Mitglied verschiedener Kommissionen. Seit 2008 ist er Hilfsprofessor für Gesundheitspolitik und -management an der Harvard School of Public Health, wo er noch regelmäßig unterrichtet.

Früher war Karl Lauterbach Mitglied der CDU, allerdings wechselte er im Jahr 2001 in die SPD. Seit 2005 wurde er stets per Direktmandat in den Bundestag gewählt. Von Ende 2013 bis September 2019 war er zudem stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion. Dort hatte er die Themen Gesundheit, Bildung und Forschung sowie Petitionen inne.

Karl Lauterbach ist geschieden und hat fünf Kinder

Im Juli 2019 gab er seine Kandidatur als SPD-Vorsitzender mit seiner Parteikollegin Nina Scheer bekannt. In der ersten Runde der Mitgliederbefragung erreichte das Duo allerdings nur den 4. Platz mit 31.271 Stimmen (14,6 %).

Karl Lauterbach heiratete 1996 die Epidemiologin und Ärztin Angela Spelsberg, mit der er vier Kinder hat. Allerdings leben sie seit 2004 getrennt und ließen sich 2010 scheiden. Aus einer anderen Beziehung hat er ein weiteres Kind, über dieses ist jedoch nichts weiter bekannt. Wie Lauterbach im März 2021 bei RTL preisgab, ist er derzeit Single und will dies offenbar ändern: „Zum kompletten Glück fehlt mir eine liebevolle Frau“.

Karl Lauterbach kritisiert bei Twitter täglich Corona-Entscheidungen

Karl Lauterbach nahm während der Corona-Pandemie an verschiedenen Talkshows teil und gab viele Fernsehinterviews. In Talkshows der ARD und ZDF war er beispielsweise im ersten Halbjahr 2020 mit großem Abstand häufigster Gast. Außerdem gab er immer wieder Interviews bei Welt oder n-tv. Er äußerte dort seine Ansichten zur Pandemie und zu den vereinbarten Maßnahmen.

Meist mehrmals täglich veröffentlicht Lauterbach Twitter-Nachrichten zum aktuellen Corona-Geschehen. Immer wieder muss er sich mit Hasskommentaren auseinandersetzen. Im Rahmen der „Heute Show“ im ZDF reagierte er im Februar 2021 auf „ausgewählte Hasslyrik“. (Luisa Ebbrecht)

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