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Karl Lauterbach: „Weidel und Wagenknecht sind Blamagen für unser Parlament“

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Von: Moritz Serif

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Sahra Wagenknecht und Alice Weidel.
Sahra Wagenknecht und Alice Weidel bei einem TV-Auftritt. (Archivfoto) © afp/John Macdougall

Weidel (AfD) und Wagenknecht (Linke) äußern sich bei Maischberger und Markus Lanz zum Ukraine-Krieg und Putin. Lauterbach kann nicht glauben, was er hört. 

Berlin – Gesundheitsminister Karl Lauterbach hat die jüngsten Talkshow-Auftritte von AfD-Politikerin Alice Weidel und Sahra Wagenknecht, Linke, scharf bei Twitter kritisiert. Wagenknecht war zu Gast bei Markus Lanz, Weidel nahm an der Runde bei Maischberger teil.

Beide Politikerinnen durften dort ihre Meinung über den Ukraine-Krieg und die Energiekrise kundtun. Lanz konfrontierte Wagenknecht damit, dass sie Wirtschaftsminister Habeck dafür verantwortlich mache, Wohlstand zu zerstören. Moderator Lanz warf Wagenknecht vor: „Das ist eine krasse Umkehr von Logik“. „Es gibt nur einen Menschen, der Wohlstand und Zukunft zerstört und der heißt Wladimir Putin. Das ist doch nicht Robert Habeck“, sagte Lanz.

Wagenknecht bezeichnete Ampel als „dümmste Regierung der Welt“

Wagenknecht hatte die Ampel wiederholt als die „dümmste Regierung der Welt“ bezeichnet. Wirtschaftsminister Habeck habe keinerlei Durchblick. „Wir helfen nicht der Ukraine, indem wir unsere eigene Wirtschaft ruinieren“, sagte die Linken-Politikerin und verwies auf Recep Tayyip Erdogan, Präsident der Türkei, der beim Getreideabkommen klug verhandelt habe. Daraufhin rollten nicht nur die Teilnehmenden der Sendung mit den Augen. Auch der Gesundheitsminister Karl Lauterbach schaltet sich mit in die Diskussion ein.

Lauterbach schrieb dazu bei Twitter, dass er keinen Unterschied mehr zur „Haltung“ der AfD erkenne. „Moralisch ist das im Angesicht des Terrors Putins gegen alle Demokraten eine Bankrotterklärung“. Der Gesundheitsminister bezog sich darauf, dass sich Wagenknecht gegen Waffenlieferungen an die Ukraine aussprach und die Aufhebung von Sanktionen forderte.

Als Nächstes knöpfte sich der Gesundheitsminister AfD-Frau Alice Weidel vor, die bei Maischberger sagte, dass sie sich nicht sicher sei, ob Putin ein Diktator und Massenmörder sei. Auch hätte sich die Bundesregierung nicht in den Ukraine-Krieg einmischen dürfen, so die Politikerin.

Lauterbach: Wagenknecht und Weidel kaum noch voneinander zu unterscheiden

Lauterbach warf ihr vor, dass sie fast das Gleiche sage, wie Linken-Kollegin Sahra Wagenknecht. Man könne beide in dieser Hinsicht kaum noch voneinander unterscheiden. „Sie will sofort normale Wirtschaftsbeziehungen zu Russland. Unsere Waffenlieferungen provozieren Ihrer Meinung nach den Weltkrieg. Weidel und Wagenknecht sind Blamagen für unser Parlament“, so das Urteil des SPD-Politikers. (Moritz Serif)

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