Kassen warnen Ärzte vor Blockade beim Terminservice

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Die Vorstandsvorsitzende des GKV, Bund der gesetzlichen Krankenversicherung, Doris Pfeiffer. Foto: Wolfgang Kumm

Berlin (dpa) - Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung hat die Ärzte aufgefordert, die ab Januar gesetzlich vorgesehenen Terminvergabestellen zu unterstützen.

"Es ist ein Skandal, dass einige Kassenärztliche Vereinigungen bereits angekündigt haben, die Servicestellen möglichst unattraktiv gestalten zu wollen", sagte die Vorstandsvorsitzende Doris Pfeiffer den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Dies widerspreche der gemeinsamen Vereinbarung, die der Kassenverband mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) geschlossen habe, sagte Pfeiffer. "Die Terminservicestellen können gut funktionieren, wenn sich die Kassenärztlichen Vereinigungen auch wirklich darum bemühen." Die Vereinbarung zwischen dem Kassenverband und der KBV sieht dem Bericht zufolge vor, dass die Servicestellen ab dem 23. Januar einsatzfähig sein müssen. Sie sollen den gesetzlich Versicherten auf Wunsch binnen einer Woche einen Termin bei einem Facharzt vermitteln. Die Versicherten dürfen dabei maximal einen Ausweichtermin verlangen.

Verbandschefin Pfeiffer hält die Servicestellen für notwendig: "Wir erleben immer wieder, dass unsere Versicherten sehr lange auf Facharzttermine warten müssen. Das ist nicht in Ordnung." Es sei richtig, dass der Gesetzgeber eingegriffen und die Servicestellen vorgeschrieben habe. "Ich erinnere die Ärzte daran, dass 90 Prozent der Bevölkerung gesetzlich versichert ist. Die Ärzte sollten nicht an dem Ast sägen, auf dem sie sitzen", sagte Pfeiffer.

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