Katastrophenwarnung per SMS? - Experten noch skeptisch

Wiesbaden. Die noch amtierende schwarz-gelbe Landesregierung in Hessen will den Bürgern Katastrophenwarnungen per SMS-Kurzmitteilung oder Mail aufs Handy schicken. Ein Gesetzentwurf der Regierungsparteien CDU und FDP stieß am Donnerstag bei einer Anhörung im Landtag aber auf ein geteiltes Echo.

Praktiker vom Katastrophenschutz kritisierten, dass nur die Bürger gewarnt werden sollen, die sich zuvor aktiv bei den Behörden registrieren ließen. Damit werde letztlich nur ein kleiner Prozentsatz der Bevölkerung erreicht, glauben die Leiter der Berufsfeuerwehren. Schätzungen gingen von nicht mehr als zehn Prozent aus. Vor allem ältere Menschen, die der größten Hilfe bedürften, erreiche man mit solchen Warnsystemen nicht.

Die Datenschützer wiederum bestehen auf der freiwilligen Registrierung für SMS-Mitteilungen. In diesem Fall sei dann die Ausschöpfung aller technischen Möglichkeiten im Katastrophenschutz zu begrüßen, erklärte Hessens Datenschutzbeauftragter Prof. Michael Ronellenfitsch. (dpa)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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