Katze auf dem Baum: Feuerwehrleute als Tierretter

Hannover/Göttingen. Nicht nur Menschen, auch Tiere, die in einer brenzligen Situation sind, können auf Hilfe hoffen. Jedes Jahr retten Feuerwehren und Tierschützer in Niedersachsen tausende Tiere aus Notlagen, darunter Wild- und Haustiere, Exoten und heimische Arten.

Ob das Pony im Treckerreifen, das Kalb auf dem Sportplatz oder die Katze auf dem Hausdach: Feuerwehren und Tierschutzvereine retten in Niedersachsen jedes Jahr tausende Tiere.

In GÖTTINGEN rückte die Feuerwehr nach Angaben von Stadtsprecher Detlef Johannson 281 mal aus. „Dabei geht es meist um das Einfangen, den Transport oder die Inobhutnahme von Tieren“, sagt Detlef Johannson, Pressesprecher der Stadt Göttingen. Auch verletzte Wildtiere oder Tierkadaver müssen geborgen werden.

In HANNOVER kam es gar zu 1400 Tierrettungseinsätzen, teilt Michael Hintz von der Feuerwehr Hannover mit. Zur Ausrüstung der geschulten Tierretter gehören unter anderem ein Narkosegewehr und schweres Hebegeschirr.

Auf der Liste der geretteten Tiere stehen Pferde und Dachse, aber auch Vogelspinnen und Leguane. 70 Prozent der Einsätze in Hannover seien jedoch blinder Alarm, meint Michael Hintz.

Etwa der angeblich festgefrorene Schwan, der sich dann doch von allein befreien konnte. „Oder der Tierbesitzer entscheidet sich doch gegen eine Rettung.“ Denn bezahlen müsse den Einsatz der Tierhalter. Es komme tatsächlich nicht selten vor, dass die Besitzer die Kosten des Einsatzes nicht übernehmen wollen, gibt Markus-Björn Peisker, Pressesprecher und Feuerwehrmann der Freiwilligen Feuerwehr Lüneburg, zu bedenken. „Aber die klassische Katze auf dem Baum ist nun mal kostenpflichtig“, sagt Peisker. Anders verhalte es sich jedoch bei Notfällen. „Ist die Katze im Baum verletzt, schreiben wir in der Regel keine Rechnung.“

In BRAUNSCHWEIG werden nie Rechnungen geschrieben, dort sind die Mitarbeiter des Tierheims zuständig für Tierrettungen, sagt Tierheimleiterin Verena Geißler. Bei größeren Einsätzen werde aber die Feuerwehr hinzugezogen.

Die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Tierschutz und manchmal auch Polizei funktioniert gut, bestätigt Vera Steder vom niedersächsischen Landesverband des Deutschen Tierschutzbundes. „Wir arbeiten Hand in Hand“, sagt sie. Denn das Wichtigste, darin sind sich alle einig, sei das Wohl der Tiere. (dpa)

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.