Sie haben gefragt – wir haben die Antworten (2)

Leserfragen zu Griechenland: Kein Grexit laut EU-Vertrag

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Zurück zur Drachme – eine Lösung für Griechenland?

Was wollen Sie über die Griechenlandkrise wissen, hatten wir gefragt – hier Teil 2 Ihrer Fragen und unserer Antworten.

Demet O.: Ist neben dem Austritt aus dem Euro auch ein Austritt Griechenlands aus der EU denkbar?

!Griechenland müsste selbst erklären, dass das Land aus der Euro-Zone ausscheiden will. Dann müssten alle Mitgliedsstaaten der Währungsunion sich einstimmig für den Grexit aussprechen. Der Haken daran: Ein Ausscheiden aus der Euro-Zone ist in den EU-Verträgen von Lissabon nicht vorgesehen. Griechenland könnte selbst aus der EU austreten, damit würde die Euro-Mitgliedschaft erlöschen. Aber das würde auch einen Stopp aller Gelder aus Brüssel bedeuten – wie Heizölbeihilfen (70 Millionen), Geld für die Baumwollbauern (150 Millionen) und so weiter.

Fred F.: Hat eine Pleite Griechenlands Auswirkungen auf Schafskäse- und Ouzopreise? 

Griechenland muss wettbewerbsfähig werden. Ökonomen wie Hans-Werner Sinn, Chef des Ifo-Instituts, oder der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher, sehen die Lösung in der Rückkehr zur Drachme oder einer Prallelwährung. Diese könnte abgewertet werden. Das geht aber nicht von jetzt auf gleich. Da der Euro vermutlich stärker als die Drachme sein wird, könnten die Preise für Schafskäse und Ouzo fallen.

Christian K.: Wer trägt die Verantwortung für das Versagen des Konstruktes EU? 

!„Wieso hat das EU-Konstrukt versagt? Das Gegenteil ist der Fall. Die Belege dafür heißen Irland, Spanien, Portugal und Zypern. Wieso sollte Athen nicht helfen, was allen anderen geholfen hat?“ meint unser Brüssel-Korrespondent Detlef Drewes. (mwe) Wird fortgesetzt. Haben Sie auch Fragen? Schreiben Sie uns: Nachrichtenredaktion, Frankfurterstr. 168, 34121 Kassel

Hier geht es zu Teil 1 der Fragen und unseren Antworten.

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