Täter von Salzhemmendorf verurteilt

Kommentar zu Verurteilung wegen Brandanschlag: Keine Ausreden

Die Täter von Salzhemmendorf sind verurteilt worden: Sie hatten einen Brandsatz in eine Asylunterkunft geworfen. Ein Kommentar von Nachrichtenredakteur Matthias Müller Zum Urteil nach dem Brandanschlag.

Bei einer solchen Tat gibt es keine Ausreden. Wer aus fremdenfeindlichen Motiven einen Brandsatz in ein Haus schleudert, in dem Menschen leben, der kennt das Risiko: Andere können -oder sollen - in Gefahr geraten, verletzt oder getötet werden.

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Dass bei dem Brandanschlag in Salzhemmendorf niemandverletzt wurde, war Zufall. Die Richter in Hannover haben bei ihrem Urteilsspruch gegen die drei Angeklagten folgerichtig eine klare Linie gezeigt. Egal ob man betrunken ist, Werfer eines Molotowcocktails oder Fahrerin zum Tatort: Keiner der Beteiligten soll sich der gemeinschaftlichen Verantwortung für die Tat entziehen können.

Der Fall zeigt, wie schnell sich eine brisante Mischung aus fremdenfeindlichem Gedankengut, aufputschendem Rechtsrock und Alkohol entzünden kann. Mit den relativ hohen Haftstrafen hat das Gericht ein wichtiges und richtiges Zeichen für potenzielle Nachahmer gesetzt: Wer aus purem Hass Gesundheit und Leben anderer aufs Spiel setzt, darf nicht auf milde Richter hoffen.

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