Kiebitz in Hessen rar geworden - Lebensraum knapp

Wiesbaden. Der Kiebitz-Bestand ist nach Angaben von Tierschützern in Hessen bedrohlich zurückgegangen. Derzeit gebe es nur noch etwa 150 Paare und rund 100 bis 150 Jungvögel.

Im Vergleich zu den 1980er Jahren sei die Population um etwa 95 Prozent zurückgegangen, beklagte der Verein Naturefund in Wiesbaden.

Das Problem für den Kiebitz ist, dass sein Lebensraum immer knapper wird. „Die Feuchtwiesen, auf denen er sich heimisch fühlt, werden immer stärker entwässert und gedüngt“, erklärte Katja Wiese von Naturefund.

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Zu besten Zeiten sollen es über 2000 Kiebitz-Paare gewesen sein, die im feuchten Grünland der hessischen Bach- und Flussauen nisteten, ihre Jungen aufzogen und nach Nahrung suchten.

Die taubengroßen Vögel sind für ihren speziellen Federschopf auf dem Hinterkopf bekannt. In Hessen kommen sie derzeit noch besonders häufig im Main-Kinzig-Kreis vor.

Um den Kiebitz zu schützen, kooperiert Naturefund mit der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON). Beide Vereine sammeln Geld, um Land für den Kiebitz kaufen zu können. Im Auge haben sie eine 10 000 Quadratmeter große Feuchtwiese bei Langenselbold.

dpa/lhe

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