Verhandlungen dauern an

Kiew: Einigung mit Aktivisten möglich

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Arseni Jazenjuk

Kiew - Trotz der verschärften Lage im Osten der Ukraine sieht die Zentralregierung in Kiew noch Möglichkeiten einer gütlichen Einigung mit prorussischen Separatisten.

Dazu müssten allerdings die moskautreuen „Geiselnehmer“ ihre Waffen niederlegen, forderte Regierungschef Arseni Jazenjuk am Mittwoch in Kiew.

Die Protestführer in Slawjansk, die seit fast einer Woche OSZE-Militärbeobachter in ihrer Gewalt haben, bezeichnete er als „Verbrecher“. Das Innenministerium in Kiew teilte am Abend ohne weitere Einzelheiten mit, dass die Verhandlungen über die Freilassung der Männer - darunter vier Deutsche - andauerten.

Der prorussische Aktivistenführer Denis Puschilin lehnte bei einer Pressekonferenz im Zentrum von Moskau eine gütliche Einigung mit der prowestlichen Regierung in Kiew ab. Die Separatisten in der Ostukraine erhielten immer mehr Zulauf aus der Bevölkerung, behauptete der von der EU mit Sanktionen belegte Puschilin.

„Die Führung in Kiew stellt uns als Barbaren hin, aber in Wirklichkeit sind wir das Sprachrohr des ukrainischen Volkes“, meinte der Protestführer. Die Separatisten hielten an einer für den 11. Mai geplanten Abstimmung für eine komplette Unabhängigkeit von der Führung in Kiew fest, sagte Puschilin.

dpa

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