Prominente Liberale unterstützen Lindner

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Christian Lindner bekommt bei seinem Wahlkampf in Nordrhein-Westfalen Unterstützung von prominenter Seite

Düsseldorf - Mit einem Wahlaufruf haben sich prominente Altliberale demonstrativ an die Seite des nordrhein-westfälischen Spitzenkandidaten Christian Lindner gestellt.

Dem 33-Jährigen sei zuzutrauen, dass er in dem Bundesland “die große Tradition der Liberalen“ neu aufnehme, schreiben Hans-Dietrich Genscher, Klaus Kinkel und Gerhart Baum in dem Text, der an diesem Samstag im “Kölner Stadt-Anzeiger“ und im Internet auf ksta.de erscheinen soll.

Das Stück mit dem Titel “Für ein neues Denken“ wertete die Zeitung als eine indirekte Attacke gegen den FDP-Bundesvorsitzenden Philipp Rösler, weil der mit keinem Wort erwähnt werde. Lindner, der im Dezember als Generalsekretär der Bundes-FDP zurückgetreten war, werde hingegen ausdrücklich unterstützt. Er habe “viel Respekt für die Konsequenz erfahren, mit der er seine Überzeugung wichtiger nimmt als politische Ämter“, heißt es in dem Aufruf.

Der “Bild“-Zeitung (Samstag) erklärte Genscher, es gehe ihm nicht darum, sich mit dem Wahlaufruf für Lindner von Rösler abzusetzen. “Unsere Erklärung hat ausschließlich zum Ziel, Christian Lindner den Rücken zu stärken für die Wahlkampfauseinandersetzung mit den konkurrierenden Parteien. Nicht mehr und nicht weniger.“

Rösler selbst begrüßte den Aufruf der Altliberalen. “Jede Rückenstärkung für unsere Wahlkämpfer hilft der gesamten FDP, ihre Wahlziele zu erreichen. Der Aufruf bestätigt den Kurs, auf den die FDP mit dem Dreikönigstreffen gegangen ist“, sagte er “Bild“. Der FDP-Vorsitzende bezeichnete den Beitrag der drei Liberalen als Wortmeldung, die “ein weiterer Baustein zu unserem Erfolg beim Wähler“ sei.

Genscher, Kinkel und Baum unterstützen dem Vorabbericht des “Kölner Stadtanzeigers“ zufolge die Forderung Lindners nach einer Neuorientierung der Partei. So begrüßten sie die Abwendung von der strikten Forderung nach Steuersenkungen. Lindner habe klargestellt, dass “die Befreiung des Staates aus der Abhängigkeit der Finanzmärkte Priorität vor neuen Aufgaben für den Staat und zunächst auch vor wünschenswerten Entlastungen“ habe.

dpa

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