Präventionsbeauftragte schult Bistum-Priester

Kirche will Missbrauch vorbeugen

Hildesheim. Nach dem Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche soll eine Präventionsbeauftragte im Bistum Hildesheim Schulungen organisieren und neue Übergriffe verhindern. Aufgabe der Sozialpädagogin Jutta Menkhaus-Vollmer sei es, den Tätern ihre Taten immer schwerer zu machen und Opfer zu ermutigen, ihr Schweigen zu brechen, teilte das Bistum mit.

Im Fokus der Schulungen ständen Priester, aber auch die übrigen Beschäftigten in Kindergärten, Schulen und Jugendeinrichtungen. Menkhaus-Vollmer unterstützt die Arbeit der Missbrauchsbeauftragten, die auch künftig für Opfer zur Verfügung steht.

Systematisch will die neue Präventionsbeauftragte die Einrichtungen des Bistums kennenlernen und dort den Schutz von Kindern und Jugendlichen sowie die Strategien von Tätern zum Thema machen. Auch die Strukturen der Institutionen sollen unter die Lupe genommen, Mitarbeiter geschult werden.

Nach Bekanntwerden des Missbrauchsskandals 2010 hatte das Bistum 37 teils bereits Jahrzehnte zurückliegende Missbrauchsfälle ermittelt. Vor drei Wochen war ein Priester aus Salzgitter zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Der 46-Jährige hatte den jahrelangen Missbrauch dreier Jungen eingeräumt. (lni)

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.