Kirchenverband verspekuliert sich mit Griechenland-Anleihen

Goslar. Der Kirchenverband Goslar und seine Diakonie-Station haben sich mit Griechenland-Anleihen verspekuliert. Ein erheblicher Teil der angelegten Betrags von zusammen 700 000 Euro sei bereits verloren.

Das sagte der Goslarer Probst Thomas Gunkel am Mittwoch. Wie hoch der Gesamtschaden ist, werde man aber erst in rund 30 Jahren wissen. Bis dahin laufe ein Teil der Anleihen. Der Verlust werde am Ende zwischen 20 und 83 Prozent liegen.

Die "Goslarsche Zeitung" hatte berichtet, dass der Kirchenverband und die Diakoniestation im Jahr 2010 bei der verlustreichen Anlage dem Rat einer großen Schweizer Bank gefolgt seien. Eigentlich sollte es jährlich 4,1 Prozent Zinsen geben. Das Geldinstitut für den Verlust zur Verantwortung zu ziehen, sei nicht möglich, sagte Gunkel. Formal sei alles korrekt verlaufen.

Dem Goslarer Kirchenverband gehören insgesamt 49 Kirchengemeinden der Probsteien Goslar, Bad Gandersheim und Seesen an. Der Verband ist Träger der von dem Verlust betroffenen Diakoniestation. Bei den angelegten Geldern handelte es sich nach Gunkels Angaben um Rücklagen der Kirchengemeinden und der Diakoniestation. (dpa)

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