Hoher Preis für Edelmetall steigert Interesse an Goldwäscherkursen

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Für viele Kinder ein Riesenspaß, für manchen Erwachsenen todernst: Goldwaschen im Edertal.

Edertal. Der Goldpreis steigt und steigt - und damit auch das Goldfieber in Nordhessen: An der Eder hat der Goldtourismus spürbar zugenommen. „Anfang des Jahres hatten wir für einen Goldwäscherkurs 16 Anmeldungen, zuletzt waren über 40 Leute da“, sagt Veit-Enno Hoffmann in Mehlen (Kreis Waldeck-Frankenberg).

Er organisiert die Kurse. Der Goldpreis bewegt sich auf 1300 Euro je Feinunze (etwa 31 Gramm) zu. Hoffmann dämpft mögliche Erwartungen, schnell reich werden zu können: „Kürzlich war ein Hartz-IV-Empfänger dabei, der durch Goldwaschen reich werden wollte. Aber große Nuggets (Goldklumpen) gibt es hier nicht. Wenn es einfach zu finden wäre, wäre der Goldpreis nicht so hoch.“

Markus Schade vom Deutschen Goldmuseum im thüringischen Theuern erläutert, die meisten Funde lägen weit unter einem Milligramm. Die Ausbeute ist frei von Steuern. Arm werden kann man bei der Goldsuche in der Eder aber auch nicht. Ein zwei- bis dreistündiger Goldwaschkurs kostet pro Person 15 Euro.

Der nächste findet am 28. August statt (Waldecker Str, 345439 Edertal, Tel.: 0163 4054970 Goldwaschpfanne, Schaufeln und Siebe werden gestellt. Wer eine Goldwaschpfanne oder ein Sieb kaufen will, muss jeweils 15 Euro einkalkulieren. Wer eine Goldwaschrinne erstehen will, muss schon 80 Euro hinlegen.

Nach Angaben des Hessischen Landesamtes für Umwelt und Geologie (HLUG) ist die Eder das einzige Goldsuchgebiet in Hessen. An den goldführenden Bächen im benachbarten Thüringen ist dagegen von einem Goldrausch nichts zu spüren. (jum/dpa)

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