Knobloch: Fehler bei Holocaust-Aufarbeitung

+
Charlotte Knobloch hat Verständnis für das Desinteresse der Jugendlichen.

Mainz - Die frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, hat die Behandlung des Holocaust in deutschen Schulen scharf kritisiert.

“Immer wieder mussten die jungen Menschen davon Kenntnis nehmen, dass sie jetzt eigentlich diejenigen sind, die die Schuld auf sich geladen haben, weil ihre Vorfahren natürlich nicht mehr vorhanden sind. Und das ist der größte Fehler den wir machen konnten“, sagte Knobloch am Donnerstag im ZDF-“heute-journal“. Dieser Fehler müsse vermieden werden.

Knobloch bejahte damit die Frage, ob das vermeintliche Desinteresse vieler junger Deutscher am Holocaust womöglich ein Schutzreflex sei, mit dem diese sich der bisher praktizierten Aufarbeitung des Holocaust in der Schule zur Wehr setzten. Bedauernd fügte sie hinzu: “Das ist eben die Erfahrung, die ich eben zur Kenntnis nehmen musste. Dass junge Menschen überhaupt nichts über das jüdische Leben vor dem Holocaust kennen. Wissen nicht, welchen wichtigen Beitrag jüdische Menschen zur Erfolgsgeschichte des deutschen Volkes hatten.“

dapd

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.