Behörde soll seine Anzeigen bearbeiten

Knöllchen-Horst klagt gegen Landkreis Osterode

Knöllchen-Horst klagt gegen Landkreis Osterode

Osterode. Der unter dem Spitznamen „Knöllchen-Horst“ bekannte Frührentner Horst-Werner N. aus Osterode beschäftigt weiter die Justiz. Der 58-Jährige hat jetzt den Landkreis Osterode vor dem Verwaltungsgericht Göttingen verklagt.

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Der Frührentner will die Behörde dazu verpflichten, seine Anfragen zu beantworten, teilte Erster Kreisrat Gero Geißlreiter mit. Außerdem solle das Gericht feststellen, dass der Landkreis dazu verpflichtet sei, die von ihm angezeigten Verstöße gegen Verkehrsregeln zu bearbeiten und zu ahnden.

Der selbst ernannte Ordnungshüter stört sich daran, dass der Landkreis längst nicht allen Anzeigen nachgeht, die er der Behörde zumeist per Fax zukommen lässt. „Alle paar Tage kommen fünf bis acht Anzeigen von ihm“, berichtete Geißlreiter. Inzwischen sind über 15.000 Anzeigen beim Landkreis eingegangen. Schon vor längerer Zeit habe man dem früheren Maschinenbautechniker mitgeteilt, dass Ordnungswidrigkeitsanzeigen ohne beigefügte Fotos nicht bearbeitet würden. Der Landkreis müsse bei jeder Anzeige ein Verfahren einzuleiten. In Bagatellfällen sehe man davon ab.

Der Frührentner sorgte bundesweit für Schlagzeilen, als er der Kreisverwaltung wegen „behindernden Parkens“ das Foto eines Rettungshubschraubers zusandte, der bei einem Rettungseinsatz auf einem Gehweg stand. (pid)

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