Koalition kommt bei Bürgern nicht gut an

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Angela Merkel (CDU) und Philipp Rösler (FDP) können derzeit mit ihrer Koalition bei den Bürgern nicht punkten.

Mainz - Die Bürger haben laut des ZDF-Politikbarometers mehrheitlich keinen guten Eindruck von der Regierungskoalition aus Union und FDP. Schuld daran sei die FDP.

Wie aus dem am Freitag veröffentlichten ZDF-Politbarometer hervorgeht, wird das Verhältnis der Regierungsparteien untereinander von 75 Prozent der Befragten als schlecht bewertet. Nur 18 Prozent der Befragten erklärten, sie hätten einen positiven Eindruck, 7 Prozent haben dazu keine Meinung.

Aus Sicht diejenigen, die das regierungsinterne Klima als schlecht bezeichnen, liegt die Schuld hauptsächlich bei der FDP (59 Prozent), die in der Umfrage auch weiterhin nur auf drei Prozent Zustimmung kommt. 22 Prozent der Kritiker sehen CDU, CSU und FDP gleichermaßen verantwortlich.

Merkel schneidet am besten ab

Das schlechte Ansehen der Koalition schadet der Regierungschefin allerdings nicht. Bundeskanzlerin Angela Merkel steht bei den Wählern weiter hoch im Kurs und schneidet bei der Bewertung nach Sympathie und Leistung klar am besten ab. Auf einer Skala von +5 bis -5 erhält die CDU-Vorsitzende mit einem Durchschnittswert von 1,9 den Angaben zufolge sogar die beste Bewertung seit gut zwei Jahren.

Auf Platz zwei folgen SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier und der frühere SPD-Finanzminister Peer Steinbrück mit jeweils 1,5 Punkten. Beide werden als mögliche Kanzlerkandidaten ihrer Partei gehandelt. Der aktuelle Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) erreicht einen Wert von 1,3. FDP-Spitzenpolitiker liegen in dem Ranking weit hinten: Außenminister Guido Westerwelle kommt auf minus 1,1 Punkte, der FDP-Vorsitzende, Wirtschaftsminister Philipp Rösler, sogar nur auf minus 1,2.

Wäre am nächsten Sonntag Bundestagswahl, könnte die Union mit 36 Prozent (minus 1) Zustimmung rechnen und die SPD mit 30 Prozent (plus 1). Bei den übrigen Parteien ergibt sich laut Umfrage keine Veränderung: FDP 3 Prozent, Linke 7, Grüne 14, Piraten 6 Prozent.

Die Forschungsgruppe Wahlen befragte in der Zeit vom 6. bis 8. März 1.246 Wahlberechtigte repräsentativ.

dapd

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