Koalition will höhere Strafen bei Übergriffen auf Polizisten

+
Von einem Stein getroffen geht ein Polizist bei einer Demonstration zu Boden.  Union und FDP wollen Attacken gegen Polizisten offenbar deutlich schärfer bestrafen.

Berlin - Union und FDP wollen Attacken gegen Polizisten offenbar deutlich schärfer bestrafen. FDP-Rechtsexperte Jörg van Essen: „Die Polizisten werden immer mehr zum Freiwild. Das ist nicht zu akzeptieren.“

Wie die “Saarbrücker Zeitung“ berichtet, plant die Koalition höhere Freiheitsstrafen bei Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Hintergrund ist die zunehmende Gewalt gegen Polizisten im Einsatz. Die jetzigen Regelungen im Strafgesetzbuch würden “den Taten nicht mehr gerecht“, bestätigte der neue Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Wolfgang Bosbach (CDU), der Zeitung. “Für die Polizei ist die Gewalt im Einsatz inzwischen das größte Problem.“

Der FDP-Rechtsexperte Jörg van Essen betonte: “Die Polizisten werden immer mehr zum Freiwild. Das ist nicht zu akzeptieren.“ Man werde sich daher genau anschauen, welche Korrekturen notwendig seien. Bislang droht bei Widerstand gegen die Beamten in besonders schweren Fällen eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren.

Laut Zeitung gab es im vergangenen Jahr 28.000 offiziell vermerkte Fälle von Widerstand gegen Polizeibeamte, 5.000 mehr als noch im Jahr 2002.

Bosbach forderte Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) auf, nun zügig einen Vorschlag mit einer “Erhöhung des Strafrahmens“ zu erarbeiten. Dann könne das Vorhaben im nächsten Jahr rasch umgesetzt werden.

AP

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.