Köln – Handelsmetropole und Medienstadt

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Der Dom und die Hohenzollernbrücke in Köln prägen das Bild der nordrhein-westfälischen Millionenstadt.

Seit 2010 zählt Köln zu den deutschen Metropolen: Nach Berlin, Hamburg und München hat auch die Stadt am Rhein die 1-Million-Einwohner-Marke geknackt. Trotz hoher Lebenshaltungskosten ziehen immer mehr Menschen in die Domstadt. Das hat verschiedene Gründe.

Die Stadt Köln und ihre Einwohner blicken stolz auf etwa 2.000 Jahre Siedlungsgeschichte zurück. Im Jahr 50 nach Christus erhielt sie offiziell das Stadtrecht. Im Lauf der Jahrhunderte entwickelte sie sich zu einem zentralen Handelsstandort und zur Wirtschaftsmetropole in der Region. Dazu trägt nicht nur der Rhein bei – eine der wichtigsten Wasserstraßen Europas –, sondern auch die Entwicklung der Eisenbahn: In Köln steht der größte deutsche Umschlagbahnhof für Container.

Auch eines der wichtigsten deutschen Messegelände befindet sich in Köln: Auf dem riesigen Gebiet der Koelnmesse finden jedes Jahr international bedeutende Handelsmessen statt. Zu den wichtigsten zählen zum Beispiel die gamescom für Unterhaltungselektronik und die Art Cologne, die weltweit älteste Kunstmesse.

Medienstandort Köln

Daneben gilt Köln – zusammen mit Berlin – als eine der führenden deutschen Medienstädte. Vor allem die Privatsender RTL und VOX, die von hier aus senden, ziehen immer mehr TV-Produktionsfirmen in die Domstadt. Heute werden in Köln so viele Fernseh-Produktionen erstellt wie in keiner anderen deutschen Stadt. Sogar die berühmte Vorabend-Serie Lindenstraße wird in Köln gedreht – obwohl sie in München spielt.

Exzellent: Die Universität Köln

Ein weiterer Faktor zieht viele jungen Leute aus ganz Europa nach Köln: Mit insgesamt 13 Hochschulen zählt die Stadt zu den wichtigsten Bildungsstandorten Deutschlands. Die Fachhochschule Köln ist mit fast 20.000 Studenten die größte deutsche Fachhochschule. Im Rahmen der deutschen Exzellenzinitiative wurde die Universität zu Köln, eine der ältesten europäischen Unis, im Juni 2012 in den Status einer Elite-Universität erhoben.

Gutes Verkehrsnetz und hohe Ärztedichte

Neben den wirtschaftlichen Bedingungen unterstützt die gute Verkehrsinfrastruktur des Großraums Köln den sanften, aber permanenten Zustrom von Neubürgern. Die Stadt ist bestens mit dem Ruhrgebiet verknüpft. Ein dichtes Autobahnnetz verbindet Köln mit Großstädten wie Düsseldorf, Dortmund oder Essen. Neben dem eigenen Flughafen Köln/Bonn ist auch der Flughafen Düsseldorf über die S-Bahn Rhein-Ruhr an die Kölner Innenstadt angebunden.

Ein weiteres Plus: Die ärztliche Versorgung in Köln und der ganzen Region übertrifft den tatsächlichen Bedarf. In der Versorgungsdichte der Hausärzte liegt die Region Nordrhein nach Bayern auf Platz zwei. Auch die Versorgung durch Fachärzte ist gut: Zum Beispiel Kinderärzte, Hautärzte oder Augenärzte in Köln decken mehr als 100 Prozent des Bedarfs in der Stadt und dem Umland.

Ein Nachteil der Domstadt: Die Mieten und die gesamten Lebenshaltungskosten sind hoch. Im Mietspiegel der deutschen Großstädte reiht sich Köln zwar einige Plätze hinter Spitzenreiter München ein, belegt im nationalen Vergleich aber dauerhaft einen der vorderen Plätze.

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