Die Köpfe hinter der Partei: Die Spitzenkandidaten der AfD

Die AfD konnte in allen drei Bundesländern bei der Landtagswahl zweistellige Ergebnisse erzielen. Die Spitzenkandidaten im Porträt.

André Poggenburg

Der Spitzenkandidat (seit Samstag 41) der AfD in Sachsen-Anhalt war vorher in keiner anderen Partei aktiv. Er nennt sich nationalkonservativ und gilt als Verbündeter des rechtsextremistischen AfD-Chefs von Thüringen, Björn Höcke.

Positionen: Poggenburg macht Front gegen „Politikversager“, „zügellose Masseneinwanderung“ und „Multikulti-Experimente“.

André Poggenburg

Beruf: Der gelernte Kaufmann hatte bis vor Kurzem einen Fachbetrieb für Kühlerreparaturen. Gegen ihn sind in den vergangenen Jahrenmehrere Haftbefehle erlassen worden, nachdem er Schulden nicht beglichen hatte.

Privat: Weil bei ihm mehrfach eingebrochen worden sei, gebe er zum Schutz nichts Privates preis, erklärt Poggenburg. Nur dass er unverheiratet sei, könne er verraten.

Zitat: „Museen, Orchester und Theater sind in der Pflicht, einen positiven Bezug zur eigenen Heimat zu fördern.“

Jörg Meuthen

Der 54-jährige Spitzenkandidat der AfD in Baden-Württemberg gehört zu den Wirtschaftsliberalen in der Partei. Er und Frauke Petry sind AfD-Bundesvorsitzende.

Positionen: Für Meuthen gehört der Islam nicht zu Deutschland. Aber die Menschen muslimischen Glaubens, die hier gut integriert leben, akzeptiert er als Teil der Gesellschaft.

Jörg Meuthen

Beruf: Der Wirtschaftsprofessor lehrt an der Hochschule für öffentlicheVerwaltung in Kehl. Von 1993 bis 1996 war er Referent für Grundsatzfragen der Wirtschafts- und Finanzpolitik im hessischen Finanzministerium.

Privat: Meuthen ist katholisch und Vater von fünf Kindern.

Zitat: „Das ist ungefähr so, als würden Sie mit Plastikeimern einen Tsunami stoppen wollen.“ (über Maßnahmen der Bundesregierung zur Bewältigung der Flüchtlingskrise

Uwe Junge

Der 58-jährige Landeschef der AfD in Rheinland-Pfalz war nach eigenen Angaben 34 Jahre in der CDU, bis er wegen der „Abwendung der Union von der bürgerlichen Mitte“ austrat. Seit 2013 setzt er sich für die AfD ein.

Uwe Junge

Positionen: Junge macht in seinen Wahlkampfreden gegen den Islammobil, der sich gegen alles wende, „was unsere Werte ausmacht“, er sei „mit unserer weltoffenen Gesellschaft komplett inkompatibel“.

Beruf: gelernter Schriftsetzer, heute Oberstleutnant und Dezernatsleiter im Zentrum Operative Kommunikation in Mayen. Auslandseinsätze führten den Bundeswehroffizier nach Kroatien und Afghanistan.

Privat: Junge ist mit einer Immobilienmaklerin verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder und nennt als Hobbys Fitness, Motorrad, Skifahren und Fallschirmspringen.

Zitat: „Die Zeit ist gekommen für Widerstand. Die Merkel muss weg und Dreyer hinterher.“

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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