Verzögerungen und Fehler

Kolumbiens Präsident räumt Probleme bei Friedensvertrag ein

+
"Den Frieden aufzubauen, ist sehr viel mehr als nur die Angriffe, Attentate und Gefechte zu beenden", sagt Santos. Foto: Ricardo Mazalan

Nach vierjährigen Verhandlungen in Kuba hatten die Farc und die Regierung vor einem Jahr einen Friedensvertrag unterzeichnet und damit einen Schlussstrich unter den über 50 Jahre dauernden Konflikt mit über 220 000 Toten gezogen.

Bogotá (dpa) - Ein Jahr nach der Unterzeichnung des Friedensabkommens zwischen der linken Guerillaorganisation Farc und der kolumbianischen Regierung hat Präsident Juan Manuel Santos Probleme bei der Umsetzung des Vertrags eingeräumt.

Es gebe Verzögerungen, Schwierigkeiten und Fehler, sagte der Friedensnobelpreisträger bei einem Treffen mit dem früheren Farc-Kommandeur Rodrigo Londoño.

Die knapp 7000 ehemaligen Farc-Kämpfer haben die Waffen niedergelegt und der Gewalt abgeschworen. Künftig wollen sie als politische Partei für ihre Ziele wie eine gerechtere Landverteilung eintreten. Allerdings hängen die Gesetze über die vereinbarte Sonderjustiz derzeit im Parlament fest.

"Den Frieden aufzubauen, ist sehr viel mehr als nur die Angriffe, Attentate und Gefechte zu beenden. Es ist sehr viel schwieriger. Es erfordert Zeit und die Kolumbianer müssen sich zusammenschließen, um es zu erreichen", sagte Santos. Es forderte die Parlamentarier auf, das Paket zur Übergangsjustiz rasch zu billigen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.