HNA-Kommentar

Malta verkauft EU-Pässe: "Zynische Regeln"

Peter Klebe über den Verkauf von Staatsbürgerschaften

Der Zwergstaat Malta verkauft für hohe Summen Pässe und Staatsbürgerschaften an Ausländer aus Nicht-EU-Staaten. Geht das? Ein Kommentar von Peter Klebe:

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Es ist zynisch und menschenverachtend. Europa schottet sich für die Ärmsten der Armen, die vor Krieg, Gewalt, Hunger und Elend fliehen, immer mehr ab. Gleichzeitig können Wohlhabende aus Ländern außerhalb der EU mit Millionen im Koffer einreisen und sich Pässe, Staatsbürgerschaften und alle damit verbundenen Rechte kaufen. Das ermöglicht ausgerechnet der Zwergstaat Malta, der politisch, wirtschaftlich und kulturell keinerlei Bedeutung hat und von seiner Mitgliedschaft in der EU profitiert, ohne einen nennenswerten Beitrag für deren Wohlergehen zu leisten.

Es ist naiv zu glauben, dass nur redliche Menschen eine Staatsbürgerschaft in einem EU-Land erwerben. Der organisierten Kriminalität wird Tür und Tor nach Europa geöffnet, mit heute noch unabsehbaren Folgen.

Die EU muss Mittel und Wege finden, diese Praktiken zu stoppen. Eine Missbilligung durch das Europaparlament reicht nicht aus. Auf den Prüfstand müssen vor allem Gesetze, nach denen jedes Land selbst über die Modalitäten zur Einbürgerung entscheiden darf.

Malta und andere Staaten mit ähnlichen Regelungen müssen lernen, dass eine Staatsbürgerschaft keine Handelsware zur Sanierung klammer Haushalte ist. Nur dann bleibt die EU auch eine Wertegemeinschaft. kle@hna.de

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