Kommentar zur Trockenheit: Steinerne Mahnung

Darben muss heute keiner mehr, wenn die Hungersteine aus der Elbe wachsen und Extrem-Niedrigwasser signalisieren. Ein Kommentar von HNA-Redakteur Wolfgang Riek.

Wir bewässern bei Bedarf aus Fernversorgungsnetzen oder importieren aus jeder Ecke der Welt. Alles, was wir brauchen, sogar das, was wir uns wünschen, kommt rund ums Jahr auf den Tisch.

Auch die momentane Dürrephase trifft uns größtenteils nicht existenziell, sondern treibt allenfalls die Preise für landwirtschaftliche Produkte etwas nach oben. So gesehen sind Hungersteine zum Glück Zeugen ferner Zeiten; sie lassen uns gruseln, tauchen aber ganz sicher bald wieder weg.

Als Signale zunehmender Extremereignisse im Klimawandel sind die Hungersteine dennoch ernste Warnungen. Alarmrufe dafür, Flüsse und Grundwasser von Industrieabwässern zu befreien, die Energiewende und den Ausstieg aus dem fossil-nuklearen Zeitalter mutig weiterzutreiben, als Chance zu verstehen und nicht als Mode abzutun.

In anderen Ecken der Welt sorgt gerade auch der Klimawandel dafür, dass Hungersteine in trockenfallenden Flüssen tatsächlich für Hunger stehen.

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