Kommentar zu den Arbeitsmarktzahlen: Ausländer rein

Die Zahl der offiziell registrierten Arbeitslosen war bei uns in einem Juni seit 1991 nicht so niedrig wie heute. Unsere Sorgen, die Fachkräfte- und Nachwuchsmangel heißen, hätten andere Länder sicher auch lieber. Ein Kommentar von Jan Schlüter.

Welch ein Kontrast: Während uns jeden Abend im Fernsehen Meldungen von sozialer Not in Griechenland mit besonders hoher Erwerbslosigkeit erreichen, sinkt in Deutschland die Arbeitslosigkeit immer weiter. Die Zahl der offiziell registrierten Arbeitslosen war bei uns in einem Juni seit 1991 nicht so niedrig wie heute. Unsere Sorgen, die Fachkräfte- und Nachwuchsmangel heißen, hätten andere Länder sicher auch lieber.

Tatsächlich hat sich die Lage auf dem deutschen Beschäftigungsmarkt binnen weniger Jahre massiv gewandelt. In einigen Regionen gibt es längst Vollbeschäftigung. Dort müssen die Mitarbeiter der Arbeitsagentur nicht in erster Linie Jobs für Arbeitslose suchen, sondern sich in anderen Regionen auf die Suche nach Mitarbeitern machen, um Personal zum Besetzen freier Stellen anzuwerben.

Mehr als eine halbe Million offener Stellen gibt es derzeit, und es werden von Monat zu Monat mehr. Außerdem können immer mehr Ausbildungsplätze nicht mit jungen Leuten besetzt werden. Das sind weitere Gründe, Flüchtlinge schneller zu integrieren: Ausländer rein in den deutschen Arbeitsmarkt. Alle würden davon profitieren.

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