HNA-Kommentar 

Hessen fördert begabte Schüler mit 4,6 Millionen Euro: "Richtiger Schritt"

Bund und Länder stellen insgesamt 125 Millionen Euro für ein neues Förderprogramm bereit, das leistungsstarken Schülern helfen soll, ihre Talente und Potenziale auszuschöpfen. Ein Kommentar von Redakteur Ulrich Riedler. 

Begabt, gar hochbegabt – da rümpft man hierzulande oft die Nase. Klingt nach Elite, Exklusivität und Ungleichheit. Doch sollte auch in der Bildungslandschaft bitteschön alles hübsch nach dem Gleichheitsmuster behandelt werden.

Zugegeben: Das ist bewusst leicht übertrieben formuliert, trifft aber den Konsenskern vieler Schuldebatten. Dabei braucht ein Hochtechnologieland wie Deutschland nicht nur die möglichst anzustrebende Stärke im Durchschnitt. Es benötigt auch, dass die Lernbelange der Begabten und Leistungsstarken berücksichtigt werden. Denn ohne diese Spitze fehlt uns im globalen Wettbewerb der Innovationsmotor.

Ohnehin prägt bei uns die Debatte um Förderung und Integration von behinderten und geflüchteten Schülern den Alltag. Viele ambitionierte Eltern schicken ihre Kinder daher auf Privatschulen, weil sie dort auf ein anspruchsvolleres Lernumfeld setzen. Will man den drohenden Niveauverlust unserer öffentlichen Schulen vermeiden, sind Initiativen wie „Leistung macht Schule“ wichtig. Dass dabei Bund und Länder an einem Strang ziehen, ist gut. Die stärkere Einbeziehung der Begabten sollte deswegen nicht nur auf Modellprojekte begrenzt bleiben. 

Rubriklistenbild: © Armin Weigel/dpa

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