Kommentar zur AfD: Rassistisches Gefasel

Streit in der Alternative für Deutschland (AfD) um den Thüringer Parteichef Björn Höcke und dessen Äußerungen über die "Fortpflanzung von Afrikanern". Dazu ein Kommentar unseres Berliner Korrespondenten Hagen Strauß.

Rechte gegen noch Rechtere. Das ist der Konflikt, der derzeit in der AfD tobt. Diese internen Scharmützel kennt man. Frauke Petry setzte sich in diesem Jahr gegen Parteigründer Bernd Lucke durch. Nun wird die Vorsitzende sogar noch rechts überholt vom Thüringer Parteichef Björn Höcke.

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Dessen rassistisches Gefasel scheint selbst einigen stramm nationalkonservativen Parteifreunden zu viel zu sein. Doch zu harten Konsequenzen kann man sich in der Parteispitze nicht durchringen. Da liegt der Verdacht nahe, dass Höckes wirre Thesen in Wahrheit von vielen in der AfD geteilt werden.

SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann liegt freilich falsch, wenn er sagt, die momentane Stärke der Rechtspopulisten sei auf das Versagen der Union zurückzuführen. Das ist billig. Die AfD ist ein Sammelbecken für Enttäuschte aus allen Parteien.

Die einzige schlüssige Antwort lautet: Man muss offen über die Probleme des Flüchtlingsansturms reden, und alle Verantwortlichen müssen hart daran arbeiten, sie zu beheben. Das macht die Koalition nun. Und nur so wird der AfD irgendwann die Puste ausgehen.

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