Kommentar zur Airbus-Katastrophe: Da stockt der Atem

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Nach Tagen des Spekulierens über die Absturzursache gibt es seit Donnerstag nun die schreckliche Gewissheit: Der Co-Pilot Andreas L. ist für die Tragödie mit dem Germanwings-Airbus verantwortlich. Dazu ein Kommentar von HNA-Redakteur Wolfgang Blieffert

Als ob die Katastrophe in den Alpen mit ihren 150 Toten und dem Leid für deren Angehörige und Freunde nicht schon schrecklich genug wäre, nun auch noch das: Der Absturz ist offenbar bewusst herbeigeführt worden. Vom Co-Piloten, so der Schluss nach dem Abhören des Stimmenrekorders.

Da stockt der Atem und der Verstand sträubt sich. Die Ursache der Katastrophe ist weder in der Welt ausgefeilter Technik noch in der Kompetenz gut ausgebildeter Piloten zu finden, sondern bei einem Menschen, der offenbar den Tod suchte. Und der nicht davor zurückscheute, 149 andere Menschen mit ins Verderben zu reißen. Da kommt zu all der Verzweiflung angesichts des schier unendlichen Leids nicht nur Fassungslosigkeit hinzu, sondern auch Wut.

Wenn sich die bisherigen Ermittlungsergebnisse verfestigen sollten, müssen wir uns allerdings auch vergegenwärtigen, dass der Co-Pilot kein Monster war, sondern mitten unter uns lebte. Bemerkte niemand, wie es in ihm aussah? Das wäre traurig. Und bleibt beunruhigend.

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