Kommentar zur angeblichen Abschaffung der Bahncard: Schon 2002 gescheitert

Wolfgang Riek zu Änderungen im Preissystem: Es wäre hanebüchen, den alten Trick erneut aus der Klamottenkiste zu ziehen und wieder Millionen Kunden zu verprellen.

Wolfgang Riek

Nachmittags schaltete sich am Donnerstag sogar noch der Bundesverkehrsminister höchstpersönlich ein: „Die Bahncard ist beliebt, hat sich bewährt und wird Bestand haben“, beteuerte Alexander Dobrindt für den Bund als Eigentümer des DB-Konzerns. Man kann ihm und auch Bahnvorstand Ulrich Homburg wohl glauben: Der bislang letzte Versuch, in einem neuen Preissystem die Bahncard 50 abzuschaffen, ging 2002 grandios in die Hose. Das Echo war verheerend. Reumütig holten die Bahnmanager den Halber-Preis-Sparausweis zurück - und verkauften 150 000 Stück davon in nur zehn Tagen.

Dass die DB-Manager über zusätzliche Rabattsysteme und Funktionen für die Bahncard grübeln, versteht sich von selbst. Sie müssen mit Blick auf sinkende Umsätze und Gewinne im Fernverkehr liefern. Unterm Druck der Buskonkurrenz und mieser Verspätungsstatistik bleiben 2.-Klasse-Preise im Fernverkehr einstweilen stabil. Es wäre hanebüchen, zugleich den alten Trick erneut aus der Klamottenkiste zu ziehen und wieder Millionen Kunden zu verprellen.

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