Kommentar zu Anklageplänen gegen Rüstungsverkäufer: Es wird ungemütlich

13 meist ehemalige Mitarbeiter der Rüstunsfirmen Rheinmetall und Atlas sollen in Griechenland wegen Beihilfe zur Bestechung angeklagt werden. Dazu ein Kommentar von HNA-Nachrichtenredakteur Wolfgang Riek.

Lesen Sie auch

Deutsche Waffenhändler im Visier der Athener Staatsanwaltschaft

Das Geld gehört dem Volk“, soll der griechische Sonderermittler Gavrill Mallis einen korrupten Landsmann bei Vernehmungen angeschrien haben. Griechische Staatsanwälte sind angesichts der Dauerpleite ihres Landes, zunehmender Verarmung und mit Blick auf rechtzeitig außer Landes gebrachte Vermögen wenig zimperlich, wenn es um Schmiergeld geht.

Eine neue Generation von Strafverfolgern will aufräumen mit der Korruption. Einen früheren Verteidigungsminister, der mit vielen anderen die Hand bei Rüstungsgeschäften aufgehalten hat, schickten sie 2013 in einem spektakulären Verfahren wegen passiver Bestechung und Geldwäsche für 20 Jahre hinter Gitter. Während deutsche Staatsanwälte bei Schmiergeldermittlungen früherer Jahre oft Amtshilfe in Athen erbaten, nutzen ihre griechischen Kollegen heute den umgekehrten Weg, um die Spur der Bestechungsmillionen nach Deutschland zurückzuverfolgen.

KMW hat eine Auskunftsklage gegen den unter Korruptionsverdacht stehenden Ex-Manager im letzten Moment zurückgezogen und so vermutlich auch das Waschen schmutziger Wäsche bei Gericht verhindert. Wenn aber erst das Strafverfahren in Athen eröffnet wird, dann dürfte es für deutsche Rüstungsfirmen höchst ungemütlich werden.

Kontakt zum Autoren: wrk@hna.de

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.