Kommentar zur Anti-Kampagne der FDP: Überleben als Wahlziel

Daniel Göbel, E-Mail: dag@hna.de

Diese Kampagne ging für die FDP eher daneben. In den vergangenen Wochen machten die Liberalen in Brandenburg ironisch für sich selber Werbung: "Keine Sau braucht die FDP" war auf Plakaten zu lesen - was für einen Shitstorm in den sozialen Netzwerken sorgte. Ein HNA-Kommentar von Daniel Göbel.

Die Anti-Kampagne der FDP ist ein Hilferuf, ein Schrei nach Liebe in der Hoffnung auf ein wenig Aufmerksamkeit. Was bleibt einer Partei auch übrig, die nach und nach jede Wahl verliert und mittlerweile nur noch in 9 von 16 Landtagen vertreten ist? Dass die Brandenburger FDP jetzt offenbar mit allen Mitteln kämpft, frei nach dem Motto "Überleben ist alles", kann ihr niemand verübeln. Die Frage ist jedoch, ob diese Aktion der FDP nützt oder ihr am Ende sogar schadet?

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FDP-Kampagne geht saumäßig nach hinten los

Vordergründig scheint die Rechnung der Liberalen aufgegangen zu sein. Immerhin wird bundesweit über die Brandenburger Kampagne berichtet, an Aufmerksamkeit mangelt es der FDP in diesen Tagen nicht. Doch Aufmerksamkeit allein reicht nicht aus, um Wahlen zu gewinnen.

Was jetzt folgen muss, sind wählbare Argumente. Die Wähler müssen wissen, warum die FDP für sie wichtig ist. Da hatten die Liberalen gestern außer Altbekanntem eigentlich nichts wirklich Neues vorzutragen. Die FDP wäre vermutlich besser beraten gewesen, sich im Wahlkampf auf ihr Stammklientel zu konzentrieren. Die finden es bestimmt nicht witzig, eine Partei zu wählen, die von sich selbst sagt - wenn auch ironisch -, dass keine Sau sie braucht.

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