Kommentar zu Antibiotika in der Tiermast: Konsum hinterfragen

Antibiotika dürfen laut Arzneimittelgesetz nur zum Behandeln kranker Tiere eingesetzt werden. Trotzdem spielt es offenbar in der Tiermast eine größere Rolle als zuvor angenommen. Ein Kommentar von Jens Nähler, Leiter der Online-Redaktion der HNA.

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Der Einsatz von Antibiotika hat Sinn. Wenn es dazu angewandt wird, das Leiden von Tieren zu verringern und Krankheiten zu vermeiden. Und wer zweifelt daran, dass Tiere in der Massentierhaltung leiden und anfällig für Erkrankungen sind? Das Problem ist jedoch nicht der verantwortungsvolle Einsatz von Tierarzneimitteln. Das Problem ist das System der Massentierhaltung, die diesen verantwortungsvollen Anspruch nicht einhalten kann.

Jens Nähler (jna@hna.de)

Massentierhaltung ist ein lukratives Geschäft. Nicht nur für die, die das Fleisch der Tiere auf den Teller bringen. Sie ist auch und vor allem für die Pharmaindustrie lukrativ, die mit ihrer Medizin dafür sorgt, dass viele Tiere die brutale Haltung überhaupt überleben. Da reicht es nicht, die Viehhalter und Tierärzte besser kontrollieren zu wollen, wie es Ilse Aigner vorschwebt. Das Ministerium muss auch den Einfluss der Pharmafirmen auf den Prüfstand stellen.

Am Ende aber ist das Hauptproblem der Verbraucher, der den Massenmarkt fordert und fördert. Er kann aber auch die Lösung sein: Angesichts immer neuer Lebensmittelskandale sollte jeder sein eigenes Konsumverhalten hinterfragen.

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