Bürgermeisterkandidatin mit Messer schwer verletzt

Kommentar zum Attentat in Köln: "Saat des Hasses"

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Die Kölner Oberbürgermeisterkandidatin Henriette Reker ist einen Tag vor der Wahl bei einer Messerattacke in Köln verletzt worden.

Köln. Der Anschlag auf die Kölner OB-Kandidatin Henriette Reker überschattet die Wahl. Der Täter hatte fremdenfeindlche Motive. Dazu ein Kommentar von Stefan Vetter.

Schlimmste Erinnerungen werden wach. An die Messerattacke gegen den einstigen SPD-Kanzlerkandidaten Oskar Lafontaine. An das Attentat auf den ehemaligen Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble. Der entsetzliche Anschlag gegen die Kölner OB-Kandidatin Henriette Reker ist zweifellos ein neuer, trauriger Höhepunkt in der jüngeren Geschichte abgrundtiefen Hasses gegen Politiker.

Mag der Täter auch als geistig umnachtet erscheinen, so ist er doch so klar im Kopf, um fremdenfeindliche Motive für die Bluttat ins Feld zu führen. Seine Schuldfähigkeit steht deshalb außer Frage. Reker, Sozialsenatorin und parteilos, kümmerte sich in der Domstadt um die Unterbringung der Asylbewerber.

Viele Menschen haben zweifellos Angst vor den großen Flüchtlingsströmen. Doch wirklich angst und bange kann einem werden vor der wachsenden Radikalisierung jener Bevölkerungsteile, die diese Entwicklung nicht mehr nur mit hasserfüllten Beleidigungen und Anfeindungen zurückdrehen wollen, sondern mit Angriffen auf Leib und Leben. In Köln ist deren Saat des Hasses auf bedrückende Weise aufgegangen.

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