Islamistische Drohung

Kommentar zum Ausfall der Pegida-Demo: Spirale der Drohungen

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Die Polizei hat am Sonntag nach islamistischer Drohungen alle Kundgebungen in Dresden verboten. Ein Kommentar von HNA-Korrespondent Werner Kolhoff.

Für die Pegida-Leute gilt das Gleiche wie für Charlie Hebdo und seine Mohammed-Karikaturen: Man muss sie nicht mögen, aber man muss alles dafür geben, dass sie frei handeln dürfen. Und ganz sicher muss man ihr Leben gegen die Feinde der Freiheit schützen. Deswegen ist die erzwungene Absage der heutigen Dresdener Demonstrationen wegen offenbar konkreter Drohungen eine schwere Niederlage für unsere Werte.

Die Terroristen haben mit ihren Untaten bereits einen großen Reisighaufen von Hass und Misstrauen aufgeschichtet, auch in Europa. Aber die Pegida-Organisatoren sorgen mit ihrer Fremdenfeindlichkeit und Islamophobie dafür, dass dieser Haufen auch trocken bleibt. Bald fehlt nur noch ein Funke. Nichts wäre schöner aus Sicht der Islamisten, als wenn nach einem Anschlag auf die Dresdener Demonstranten überall Moscheen brennen und Muslime angegriffen werden würden.

Und das würde wohl geschehen, denn es gibt genug Rechtsextremisten bei den Aufmärschen, die auf ein solches Fanal nur warten. Und dann hätten die Islamisten wieder ihre „Kreuzritter“, dann würde sich die Spirale der Gewalt, von der sie ideologisch leben, endlich auch in Deutschland schneller drehen. Man muss hoffen, dass der islamistische Sumpf trockengelegt wird und die Täter bald ermittelt werden, die „Pegida“ bedrohen, damit die Umzüge wieder sicher stattfinden können. Aber man muss gleichzeitig hoffen, dass immer weniger Bürger dorthin gehen. Denn in der Konfrontation der Kulturen liegt nichts Gutes. Für niemanden.

nachrichten@hna.de

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