Kommentar zur Info-Pflicht der Bahn: "Kunde ist Kunde - egal wo"

Die Bahn muss bald auch an kleinen Bahnhöfen auffällig über Verspätungen und Zugausfälle informieren. Dazu ein Kommentar von HNA-Nachrichtenredakteurin Petra Wettlaufer-Pohl.

Was unterscheidet eigentlich einen Bahnkunden, der in Kassel in den Zug steigen will von dem, der ab Haiger reisen möchte? Nichts. Beide haben einen Anspruch darauf zu erfahren, dass ihr Zug möglicherweise Verspätung hat. In Haiger im Lahn-Dill-Kreis und an etlichen anderen Stationen allerdings wird es so schnell nichts damit.

Immerhin: Irgendwann wird auch dort der Informationsservice Einzug halten, denn das Bundesverwaltungsgericht hat die Bahn nun in letzter Instanz verpflichtet, ihre Kunden gleich zu behandeln. Es geht nicht darum, ob fünf oder 500 Menschen am Tag in den Zug einsteigen - auch fünf Passagiere wollen wissen, warum sie im Zweifelsfall am Bahnsteig stehen und kein Zug kommt.

Im Zeitalter von Internet und Smartphones braucht man das doch nicht? Pustekuchen. Nicht alle Menschen sind derart gut vernetzt, dass man auf den Service verzichten könnte. Wer für seine Fahrkarte zahlt, hat auch den Anspruch darauf, dass er die Leistung bekommt, egal, wo er wartet.

Es scheint aber so, dass auch die Bahn langsam erkennt, was es heißt, dass der Kunde König ist. Immerhn soll die Zahl der abgehängten Stationen ja noch in diesem Jahr drastisch sinken.

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