Kommentar zur Bankenregulierung

Kommentar zur Bankenregulierung: „Eine ernste Herausforderung“

Die Vorschläge zur Bankenregulierung, die der mögliche SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück nun vorgelegt hat, sind nicht neu. Immer wieder gab es in den vergangenen Monaten Debatten darüber, Geschäfts- und Investmentbanking zu trennen. Die Diskussionen darüber verliefen mehr oder weniger im Sand. Ein Kommentar von HNA-Nachrichtenredakteurin Martina Wewetzer.

Aber das Besondere daran ist die eigentliche Botschaft Steinbrücks: Er will sich als SPD-Kanzlerkandidat profilieren. Mit seinen Ansichten über die Banken dürfte er nicht nur die Mitte, sondern auch die Linken in seiner Partei für sich einnehmen.

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Im Gegensatz zu seinen Mitbewerbern Sigmar Gabriel und Walter Steinmeier demonstriert er Selbstbewusstsein statt Selbstzweifel. Für sein Konzept, das Investment-Banking vom klassischen Kredit- und Einlagengeschäft zu trennen, den Computer-Hochfrequenzhandel an den Börsen einzudämmen sowie Aktionäre und Gläubiger an den Verlusten der Banken zu beteiligen, dürfte ihm der Zuspruch sicher sein. Und für die Wähler wird das Thema Banken bei der Bundestagswahl eine große Rolle spielen – fünf Jahre Finanzkrise sind mehr als genug, und der Anteil der Banken daran ist nicht gering.

Für Steinbrück spricht, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem Gebiet nicht viel erreicht hat. Steinbrücks Banken-Papier sollte sie daher als ernste Herausforderung werten. Denn erstmals liegt etwas auf dem Tisch, mit dem Steinbrück sich nicht nur in den eigenen Reihen als Kandidat empfiehlt, sondern ein Papier, mit dem er auch auf Zustimmung bei den Wählern bauen kann.

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