Kommentar zu Behandlungsfehlern durch Ärzte: "Zu hohe Belastung"

In deutschen Krankenhäusern sind 190 000 Aufenthalte mit Fehlern behaftet - das sagt ein Report der Krankenkasse AOK. Constanze Wüstefeld aus der HNA-Nachrichtenredaktion kommentiert das Auftreten der Behandlungsfehler.

Mehr Tote durch Behandlungsfehler als im Straßenverkehr – die Schätzung des AOK-Reports ist erschreckend, gibt man sich doch in ärztliche Behandlung, um gesund zu werden. Sie ist aber auch bezeichnend für die Probleme, die es offenbar in deutschen Krankenhäusern gibt.

Die Arbeitsbelastungen der Ärzte steigen stetig: Schlechte personelle Ausstattung und der daraus resultierende zeitliche Druck, Überstunden und Nachtschichten führen zu Behandlungsfehlern, die normalerweise nicht passieren und im schlimmsten Fall zum Tod führen. Dass Ärzte dies nicht mit Absicht machen, ist klar; vielmehr sind die Mediziner ein Spielball der Krankenhausleitung, die ökonomisch gehalten ist, maximal viele Aufgaben an minimal wenig Personal zu verteilen.

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Einen Freifahrtschein für Ärzte stellen diese Umstände freilich nicht dar. Doch nur sie können mit dem nötigen Druck dafür sorgen, dass die Missstände angeprangert werden. Denn sonst bleibt alles wie immer: Eine jährliche erschreckende Statistik, gegen deren Ursachen nichts unternommen wird. Und für Patienten bleibt es schwierig, einen Behandlungsfehler nachzuweisen, kennen sie sich mit der medizinischen Sichtweise doch nicht aus.

E-Mail an die Autorin: cow@hna.de

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