Kommentar zur Belastung durch Mietnebenkosten: "Der wahre Preistreiber"

HNA-Redakteur Ullrich Riedler.

Der Deutsche Mieterbund rechnet damit, dass die Betriebskosten weiter gestiegen sind. In der Tat sind sie wie eine zweite Miete. Dazu ein Kommentar von HNA-Redakteur Ullrich Riedler.

Es gibt in diesen Zeiten angenehmere Unterfangen, als eine Wohnung zu mieten und kostengünstig zu unterhalten. Gewiss, man ist flexibel, mobil und unabhängig. Doch bezahlbarer Wohnraum in guten Lagen ist knapp, die Mieten in Ballungs- und Hochschulstädten steigen. Und neu gebaut wird oft nur noch für Käufer von Eigentumswohnungen.

Dass die Bundesregierung nun versucht, eine wahrscheinlich auch den Wohnungsbau drosselnde Mietpreisbremse einzuführen, ist doppelt verkehrt, wie die Zahlen des Mieterbundes belegen. Denn es sind die Betriebskosten, die sich sich als wahre Preistreiber entpuppen. Sie tragen stärker zu höheren Wohnkosten bei als der Mietpreisanstieg. Dass der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen daher eher für eine Nebenkostenbremse trommelt, ist folgerichtig, dürfte aber auch folgenlos bleiben. Die Große Koalition setzt bisher nur auf die werbewirksamere Mietpreisbremse.

Den gebeutelten Mietern bleibt daher nur die Selbsthilfe: Vor allem bei den kostspieligen Heiz-und Warmwasserausgaben kann man einiges selbst dafür tun, um die zweite Miete in Grenzen zu halten. Ein karger Trost.

E-Mail an den Autor: rie@hna.de

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