Kommentar zur Belastung von Familien: Kinder sind die Zukunft

Familienverbände kritisieren die Benachteiligungen von Familien mit Kindern bei den Sozialversicherungen. Ein Kommentar von HNA-Redakteurin Petra Wettlaufer-Pohl.

Die Politik tut zu wenig für Familien, klagen deren Lobby-Verbände. Aber wurde nicht gerade die megateure Mütterrente verabschiedet? Werden nicht Milliarden in Betreuung und Bildung unseres Nachwuchses investiert?

Stimmt. Aber nichts davon hilft den Familien weiter - ob mit alleinerziehendem Elternteil oder Paar - , wenn sie die täglichen Ausgaben bestreiten müssen. Mag ja sein, dass Kinderlose mehr Steuern zahlen - aber in der Regel bleibt ihnen bei gleichem Arbeitsentgelt noch immer mehr zum Leben als Familien, die mit diesem Verdienst mehrere Mäuler stopfen müssen.

Wobei das in Deutschland längst nicht bei allen wörtlich zu nehmen ist. Aber mit Kindern braucht man mehr Wohnraum, hat höhere Nebenkosten, Kinder brauchen Kleidung, gehen auf Klassenfahrt, treiben Sport. Alles kein Luxus, und das Kindergeld wiegt es nicht auf.

Das wichtigste aber ist: Kinder sind die Zukunft, mit ihren Beiträgen werden einst auch die Renten und Krankheitskosten der Kinderlosen bezahlt. Das ist kein bösartiges Argument, sondern das Wesen des Generationenvertrags. Politik muss deshalb endlich handeln und für Beitragsgerechtigkeit für Familien sorgen. Warum sie da zögert? Vielleicht, weil immer weniger Menschen/Wähler Kinder haben.

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