Kommentar zur möglichen Fusion von Springer und ProSieben: Gute Chancen

Bahnt sich in Deutschland die Geburt eines neuen Mediengiganten an? Unbestätigte Berichte über eine Fusion von Springer und ProSieben versetzen nicht nur Brancheninsider in Aufruhr. Ein Zusammengehen der Unternehmen hätte bessere Chancen als noch vor zehn Jahren, meint HNA-Nachrichtenredakteurin Martina Hummel.

Springer und Pro7Sat1 wollen es noch einmal miteinander versuchen: Die Geschäfte passen gut zusammen - wenig Überschneidungen, viele Ergänzungen. Warum also nicht fusionieren? Bereits 2005 verfolgten die Konzerne entsprechende Pläne, scheiterten aber ein Jahr später an den Kartellwächtern.

Artikel zum Thema:

Berichte: ProSieben und Springer reden über Fusion

Seitdem hat sich die Medienwelt rasant verändert. Immer mehr Inhalte, auch bewegte Bilder, haben sich ins Internet verlagert. Der relevante Markt, den sich Springer und Pro7Sat1 teilen könnten, ist nicht mehr auf Deutschland begrenzt, sondern geht darüber hinaus. Das Vordringen von Konkurrenten wie Netflix und Amazon im TV-Bereich zeigt dies deutlich.

Zudem haben Springer und Pro7Sat.1 in den vergangenen Jahren ihr Digitalgeschäft massiv ausgebaut und zählen mittlerweile zu den führenden Medienunternehmen in Europa. Dies gilt auch für das Angebot im Internet.

So gerüstet dürfte die gemeinsame Geschäftsidee dieses Mal unter einem besseren Stern stehen: Nämlich dann, wenn es keine Übernahme ist, sondern ein Zusammenrücken zweier gleichberechtigter Partner. Dann könnte der Traum von einem europäischen Medienriesen - der beide anspornt - wahrwerden. Entstehen würde ein Weltkonzern, der es sogar mit den Großen der Branche aus den USA aufnehmen könnte.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.