Kommentar zur Berlin-Wahl: Hiobsbotschaft für FDP

Berlin. Bürgermeister Klaus Wowereit hat mit seiner SPD die Abgeordnetenhauswahl klar gewonnen. Er kann mit den Grünen oder der CDU regieren. Ein Kommentar.

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Klaus Wowereit kann strahlen: Der von den Berlinern gewünschten rot-grünen Koalition steht nichts mehr im Weg. Für eine Fortsetzung von Rot-Rot reicht es nicht, und ein Bündnis mit der leicht erstarkten CDU wäre zwar rechnerisch möglich, aber aus Sicht der SPD nur eine Notlösung.

Peter Ochs

Dass die SPD trotz ihres Abrutschens unter die 30-Prozent-Marke sich als Sieger feiern kann, verdankt sie einer lokalen Besonderheit: Berlin wählt traditionell bunt gemischt. 15 Parteien traten mit Landeslisten in allen Bezirken an, in einigen bis zu 22.

Als Einzige der Kleinen schaffte jedoch die Piraten-Partei den Einzug ins Parlament – und das mit einem wahrhaft sensationellen Ergebnis. Darin bündelt sich unübersehbar der Protest gegen die Politik herkömmlicher Machart – auch der Linken. Mehr noch als über die Piraten wird man in den nächsten Tagen über die FDP sprechen. Ihre vernichtende Niederlage kann nicht ohne Folgen bleiben. Denn auch auf Bundesebene droht ihr ein derartiges Debakel, falls sie sich nicht von Grund auf erneuert. An Guido Westerwelle festzuhalten, war ein Fehler. Aber nicht der einzige. Das Problem ist nur: Hoffnungsträger sind nicht in Sicht.

Von Peter Ochs

Rubriklistenbild: © dpa

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