Kommentar zum Böllerverbot: Unsinnige Idee

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Der Bundestagsabgeordnete der Grünen, Hans -Christian Ströbele, fordert, extrem laut Silvester-Böller zu verbieten, weil sie nach den Terroranschlägen in Paris Menschen in Panik versetzen können. Ein unsinniger Vorschlag, meint Kommentator Hagen Strauß.

Die Motivation ist sicher eine ernste, die den Grünen Christian Ströbele antreibt. Er glaubt, dass der eine oder andere Angst haben könnte vor der Silvesterknallerei angesichts der Terroranschläge von Paris. Umgekehrt kann aber auch ein Schuh daraus werden: Mit Sekt und Böllern lässt sich das mulmige Gefühl womöglich ganz gut vertreiben. Wenigstens in der Silvesternacht.

Der Vorschlag von Ströbele ist selbstverständlich Quatsch, das Feuerwerk einschränken zu wollen, um Leute nicht in Panik zu versetzen. Wo fängt man an, wo hört man auf? Sollen gleich alle Silvesterpartys abgesagt werden, damit Terroristen bloß kein Ziel haben? Soll die Polizei künftig Sirenen nicht anschalten, weil ängstliche Menschen denken könnten, jetzt ist Terroralarm? Das ist doch Mumpitz. Darüber hinaus bricht die Böllerei nicht plötzlich und unerwartet über die Menschen herein. Jeder weiß, ab wann geknallt werden darf und ab wann nicht. Es muss sich nur daran gehalten werden.

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