Kommentar zum Börsenabsturz: Übers Ziel hinaus

Die Börsen sind im Aufruhr: In Asien rauschen die Kurse in den Keller, auch der Dax stürzte ab. Dazu ein Kommentar von HNA-Redakteurin Barbara Will.

Mit dem Aufschwung am Aktienmarkt sind die Konten vieler Anleger voller geworden - und ihre Nerven schlechter. Das Kursfeuerwerk der vergangenen Monate war schließlich nicht nur von guten Unternehmenszahlen entfacht worden, sondern auch von Mengen billigen Zentralbank-Geldes, das eine Anlage suchte.

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Die hohen Kursgewinne waren deshalb zum guten Teil übertrieben - und der Absturz ist es auch. Tatsächlich weist nichts darauf hin, dass China die Weltwirtschaft in den Abgrund reißen wird. Das Riesenland muss seine Wachstumsziele eindampfen, aber die Wirtschaft wird noch immer zulegen. Für deutsche Unternehmen ist China schon längst kein leichtes Pflaster mehr. Diese Tatsache ist nicht neu, sondern rückt mit der Abwertung der chinesischen Landeswährung Yuan und mit den dortigen Börsenturbulenzen nur stärker ins Bewusstsein.

Die deutsche Konjunktur ist robust, sie profitiert vom niedrigen Ölpreis und einer guten Binnennachfrage. Die Kursstürze zeigen nicht ihre Schwäche, sondern die Schwäche eines Aktienmarktes, der über das Ziel hinaus schießt, bei Gewinnen und Verlusten.

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