Kommentar zu den Börsenturbulenzen in China: Sorgen im Zeitraffer

Die Nerven an der Börse liegen am heute Morgen blank. Nachdem in China erneut der Handel wegen horrender Verluste unterbrochen wurde, nehmen Anleger auch in Deutschland Reißaus. Die 10.000-Punkte-Marke ist erst einmal unterschritten. Ein Kommentar zum Börsenstart von Nachrichtenredakteurin Martina Hummel.

Seit Monaten lässt sich beobachten, dass der chinesische Aktienmarkt für Anleger zusehends ungemütlicher wird. Nun hat China die Landeswährung Yuan erneut abgewertet, um die heimische Wirtschaft zu stützen, denn offenbar schwächelt sie stärker als bekannt. Damit hat Chinas Regierung die Weltbörsen in Panikstimmung versetzt. In Deutschland rutschte heute Morgen der Leitindex Dax unter die Marke von 10.000 Punkten.

Ein weiterer Auslöser für das Kursdesaster in China ist auch der überhitzte Aktienmarkt. Die Ursache dafür liegt tiefer: Die Spekulationsblase am Aktienmarkt entstand auch, weil die Finanzmärkte viel zu lange zu starr reglementiert wurden. Um diese Blasenbildung einzudämmen, hätte sich die chinesische Führung bereits stärker aus den Märkten zurückziehen müssen, um generell die Regulierung am Finanzmarkt zu lockern. Doch loslassen kann und will die chinesische Führung nicht.

Dass die Kurse jetzt abstürzen, liegt zum einen an der Angst, dass Großinvestoren nach dem Auslaufen eines Verkaufsverbotes massenweise Aktien auf den Markt werfen könnten und andererseits daran, dass eine Reihe von Stützungsmaßnahmen der Regierung auslaufen, neue aber nicht in Sicht sind. Deshalb werden sich viele Chinesen von ihren Papieren trennen.

Und der deutsche Aktienmarkt? Für die Händler in Frankfurt bedeutet diese unklare Situation: verkaufen und Gewinne sichern. Das drückt zum Börsenstart die Kurse nach unten. Wer sich jetzt aber die Hände über fallende Kurse reibt, der sei an die alte Börsenregel erinnert: Greife nie in ein fallendes Messer.

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.